Kreativ im Lockdown: Gasthaus Schadde bietet jetzt Home-Office Zimmer mit WLan und Verpflegung an
„Wir müssen nach vorne schauen“

Vlotho-Valdorf (WB) -

Die Gastronomie wird durch die harten coronabedingten Lockdown-Phasen hart getroffen. Die Lokale sind geschlossen, bis auf das To-Go-Geschäft bleiben Kunden und Hotelgäste seit Monaten aus. Aufgrund von Umsatzausfällen und -rückgängen bangen viele Gastronomen um ihre Existenz. Um zu überleben, ist Kreativät gefragt.

Samstag, 06.02.2021, 10:00 Uhr aktualisiert: 06.02.2021, 20:24 Uhr
. Foto: Joachim Burek

 

Eine neue Geschäftsidee probieren daher Heike und Klaus Schadde, Inhaber des Vlothoer Gasthauses Schadde in Bad Seebruch aus: Seit Monatsbeginn bieten sie die acht Zimmer ihres Gasthaus- und Hotelbetriebes als Home-Office-Zimmer mit freiem WLan und Verpflegung an.

„2020 mit seinem Lockdown im Frühjahr und der der zweiten Schließung seit dem Winter war ein ganz schwieriges Jahr: keine Privatgäste mehr, keine Feiern oder Gesellschaften, keine Übernachtungen aus touristischen Gründen. Wir haben einen Umsatzeinbruch von mehr als 45 Prozent verzeichnet“, berichtet Inhaber Klaus Schadde. Lediglich die Beherbergung von Monteuren und Dienstreisenden sei gestattet gewesen. Und ein Ende des derzeitigen Lockdowns sei noch nicht in Sicht. Allein in dieser Woche seien nur fünf Übernachtungen aus beruflichen Gründen gebucht worden.

Aber der gelernte Koch gibt sich kämpferisch: „Wir müssen einfach nach vorne schauen und sehen, dass es weiter geht. Aus diesem Grund hätten er und seine Frau Heike im Zuge der Erlaubnis, Räume für Dienstreisende zu vermieten, die Home-Office-Zimmer-Idee entwickelt.

„Die Zimmer sind alle mit Schreibtisch und WLan ausgestattet. Der Kunde braucht bloß seinen Laptop mitbringen und schon hat er ein kleines Büro für das Home-Office von unterwegs“, erläutert der Gastronom. Die Zimmer werden dazu als Tageszimmer von 8 bis 17 Uhr angeboten. Kalte und warme Getränke sowie ein Mittagessen gegen Aufpreis könnten „to-go“ aufs Zimmer mitgenommen werden.

Fest etabliert hat sich bei den Schaddes bereits seit dem ersten Lockdown der Online-Shop mit Speisekarte für das To-go-Geschäft. Das sei insbesondere in der Weihnachtszeit mit den Angebot Gans und Ente außer Haus sehr gut angenommen worden. „Seit Dezember haben wir dafür auch ein umweltfreundliches Mehrweg-Geschirr ohne Pfand und mit kontaktloser Rückgabestation eingeführt, das gute Resonanz bei den Kunden gefunden hat“, berichtet Klaus Schadde.

Auch sonst hatte das Ehepaar sein Gasthaus im vergangenen Jahr gut für den Betrieb in der Pandemiezeit ausgerüstet. Es waren Trennwände aus Glas und Plexiglas angeschafft worden, die Sitzplatzkapazität um 50 Prozent reduziert worden, um die Abstandsregeln einzuhalten sowie eine Luftfilter- und Abluftanlage zur Aerosolvermeidung installiert worden.

Zusätzlich haben beiden Valdorfer Gastronomen neben den Vertriebsmöglichkeiten Online-Shop und Facebook mit Expedia und Hotel specials.nl neue Buchungskanäle dazu genommen, die auch nach Corona genutzt werden können.

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