Stadt tritt WiduLand-Initiative bei – Rat bewilligt Maßnahmen zur Verbesserung der OGS- und Kita-Infrastruktur
Warndreieck mahnt zur Wachsamkeit

Vlotho (WB). -

Eine kleine symbolische Aktion ist am Donnerstagabend der Hingucker der Ratssitzung gewesen: SPD-Ratsmitglied Lennart Domnick hatte Bürgermeister Rocco Wilken das WiduLand-Warndreieck – das Protestzeichen gegen die geplante ICE-Trasse – mitgebracht. Anlass war der einstimmige Beschluss des Rates, mit dem die Stadt der Bürgerinitiative jetzt beigetreten ist.

Freitag, 05.02.2021, 16:18 Uhr
Zum Einstand der Stadt als neues Mitglied der Initiative WiduLand hat Lennart Domnick(SPD) dem Bürgermeister das WiduLand Warndreieck mitgebracht. Foto: Joachim Burek

 

Angesichts der neuen Trassenvarianten wird klar, dass dieser Beitritt der richtige Schritt ist, um deutlich Stellung zu beziehen“, sagte Bürgermeister Rocco Wilken nach der Abstimmung . Lennart Domnick veranschaulichte mit Blick auf die neuen Trassen-Varianten noch einmal die Dimension der geplanten Streckenführung: „Zehn Bauwerke sind auf dieser Trasse durch unsere Region für ein Investitionsvolumen von 575 Millionen Euro geplant. Das wäre der Vlothoer Haushalt für 15 Jahre. Der Beitritt zur Initiative ist daher der richtige Schritt, um mit einer Stimme zu sprechen.“

 

Umbau der OGS-Mensa in Exter: Das Land hat der Stadt Vlotho 178.1oo Euro aus dem Fördertopf für den beschleunigten Infrastrukturausbau für die Grundschul-Ganztagsbetreuung zugesprochen. Vorbehaltlich der Haushaltsberatung soll das Geld laut Ratsbeschluss für folgende Maßnahmen bei einem Eigenanteil der Stadt von 31.429,41 Euro verwendet werden: 1. Renovierung und Umbau der Küche in der Grundschule Exter, inklusive Inventar, Raumöffnung und Bodenerneuerung (120.500 Euro). 2. Beschaffung von Inventar für die Mensa der Grundschule Vlotho (66.700 Euro). 3. Beschaffung von Spielgeräten zur Attraktivitätssteigerung der Schulhöfe an den Grundschulstandorten (22.329,41 Euro).

Als ärgerlich bezeichnete Bürgermeister Wilken die Kurzfristigkeit, an die das Land die Umsetzung der Fördergelder gekoppelt hatte. „Im Januar wurde über die Zuwendung informiert, am 28. Februar sollen die Förderanträge für Ausbaumaßnahmen bei der Bezirksregierung vorliegen. Mögliche Baumaßnahmen sollten bereits im Juni beginnen. Wer die Dauer eines Baugenehmigungsverfahrens kennt, weiß dass dies kaum machbar ist“, so Wilken. Daher sprachen er und die Fraktionen der Verwaltung Dank für das rasche Handeln aus, um die Nutzung der Fördermittel für diese bestehenden Projekte möglich zu machen.

Bereitstellung einer Fläche zum Bau eines Kindergartens: Die Stadt Vlotho stellt mit Zustimmung des Rates dem Kreis Herford eine Fläche an der Südspange für die Errichtung eines Kindergartens zur Verfügung. Der Kreis Herford, der für die Kindergartenplanung in Vlotho zuständig ist, habe die Stadt mit der Flächensuche beauftragt, weil er den Bedarf für eine vierzügige Kita im Innenstadtbereich sehe, teilte Bürgermeister Rocco Wilken mit. Mit der Ratsentscheidung jetzt sei die Grundlage geschaffen, um die für den möglichen Bau der Einrichtung notwendige Weiterentwicklung des dortigen Flächennutzungsplanes auf den Weg zu bringen, ergänzte Stadtentwickler Michael Fißmer. Voraussetzung für die Umsetzung durch den Kreis sei der vorhandene Bedarf, die erfolgreiche Suche nach einem Träger und natürlich das dann gestartete Ausschreibungsverfahren.

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Bewusst eine Eskalation vermeiden
Besetzer im Wald am Steinhausener Weg sitzen in den Baumkronen auf Paletten. Einige Bäume sollten bis zum 28. Februar (danach gilt ein allgemeines Fällverbot) für die Laibach-Verlegung entfernt werden. Die Firma Storck verzichtet jetzt bewusst auf eine zeitnahe Räumung, um eine Eskalation zu vermeiden.
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