Exters Ortsvorsteher August-Wilhelm König zieht zum Jahreswechsel-Bilanz – Ausblick auf 2021
„Dorfprojekte sind auf gutem Weg“

Vlotho-Exter (WB). -

In einer Grußbotschaft an die Exteraner hat Ortsvorsteher August Wilhelm König, das vergangene Corona-Jahr noch einmal Revue passieren lassen und in einem Ausblick auf 2021 einen guten Jahreswechsel gewünscht.

Sonntag, 03.01.2021, 15:38 Uhr
Die Umgestaltung des Sportplatzes in Exter schreitet voran. Bei Ortsterminen im vergangenen Jahr durfte die Dorfjugend mitplanen. Foto: Joachim Burek

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„In diesem Jahr 2020 war alles anders, das zeigt ein Blick in den Exteraner Dorfkalender. Die meisten Veranstaltungen mussten aufgrund der Coronapandemie abgesagt werden. Viele Themen der ausgefallenen Sitzungen des Arbeitskreis Dorfentwicklung konnten nur im Rahmen von Vorstandstreffen behandelt werden“, schreibt König in seinem Rückblick.

Ja, vieles sei anders gewesen: So habe die Kranzniederlegung am Volkstrauertag am Mahnmal mit Ortsvorsteher und dem Vertreter der Feuerwehr, Horst Sett, ohne Öffentlichkeit stattgefunden. Auch der von den mehr als 15 Aktiven geplante Heiligabend-Gottesdienst auf dem Reitplatz habe wegen der zweiten Coronawelle nicht stattfinden können. Viele Exteranerinnen und Exteraner hätten sich schon so darauf gefreut, weil bereits der Weihnachtsmarkt ausgefallen war. August-Wilhelm König: „Die intensiven Vorbereitungen sind aber nicht umsonst, denn dort wollen wir, wenn der Corona-Spuk vorbei ist, vielleicht aus einem anderen Anlass gemeinsam feiern.“

„Ganz kalt erwischt hat uns im September die Nachricht über die Planung der ICE-Neubaustrecke quer durch Vlotho und damit durch unser Dorf“, berichtet er weiter. Aber recht schnell habe sich die „Initiative WiduLand“ unter maßgeblicher Beteiligung vieler Exteraner gegründet. „Hier muss unsere Stadt, unser Dorf zusammenstehen, um der Zerstörung unserer Kulturlandschaft entgegen zu treten. Mittlerweile sind über 600 Betroffene Menschen bei Widuland Mitglied geworden.“

Ein ähnliches Ungemach habe Exter vor 42 Jahren ereilt, als die Planungen für die Autobahn A5 bekannt worden seien. Auch damals habe Exters Landschaft zerstört werden sollen, auch damals gründete man eine Bürgerinitiative, die „BI gegen die A5“. König: „Wir haben gemeinsam mit Nachbargemeinden, in einer großen Kraftanstrengung die Einstellung der Planungen der Autobahn erreicht. Der erkämpfte praxisnahe Kompromiss war dann der Bau der B611 zwischen Wittel und Exter. Die Eröffnung haben wir ja gemeinsam 2019 erlebt.“ Diese Erfahrung mache Mut, weil eine starke Dorfgemeinschaft etwas bewegen könne. „Und da sind wir in Exter, im WiduLand, gut“, ist der Ortsvorsteher zuversichtlich.

Viele Projekte, die gemeinsam mit dem Arbeitskreis Dorfentwicklung begleitet worden seien, seien auf auf einem guten Weg, heißt es in seinem Neujahrs-Grußwort weiter. Die Sportplatzplanung gehe weiter gut voran und die Ausgestaltung der nebenliegenden Integrationsfläche sei durch Ortstermine und Umfragen mit Jugendlichen des Dorfes festgelegt worden. Somit entstehe im Ortskern als Ergänzung zu Schule, Kita und Sportplatz der lang vermisste Treffpunkt für die Heranwachsenden des Ortes.

„Die Arztpraxis von Frau Dittmar ist im November in der ehemaligen Sparkassenfiliale eröffnet worden. Die lang ersehnte ärztliche Versorgung des Dorfes wurde durch die städtische Übernahme des Gebäudes, ein Filetstück mitten im Ort, ermöglicht. Der SB-Standort der Sparkasse zur Bargeldversorgung bleibt weiterhin gesichert“, zieht er Bilanz.

Gleich nebenan rücke der Umbautermin des Buswendeplatzes näher und die Planungen des Friedensweges an der Kirche nähmen Gestalt an.

Die erarbeiteten Ergebnisse zum „Sicheren Schulweg“ seien von Sarah Brodowski und Kerstin Göhner der Verwaltung und den Fachausschüssen vorgestellt worden und würden dort weiter bearbeitet und umgesetzt.

Die jährliche Müllsammelaktion habe nicht als Gruppenveranstaltung, sondern als dezentrale Aktion stattgefunden. „55+, die Gruppe um Gerd Linnenbecker, hatte im Sommer auf dem Reitplatz Exter eine Lesung mit dem ZDF-Moderator Tim Niedernolte aus seinem Buch ’Wertschätzung’ organisiert. Ein neues Format, das ein großes Publikum anzog“, schreibt König weiter.

König: „Die Coronazeit, eine Zeit der Entschleunigung und des Nachdenkens, sollten wir zum Anlass nehmen, um die organisatorische Zukunft des Arbeitskreises Dorfentwicklung weiter zu entwickeln. Eine Vereinsgründung mit einer klaren Kompetenzverteilung und verlässlicher finanzieller Grundlage könnte ein Weg sein. Nicht zuletzt bin ich sehr froh und dankbar darüber, dass ich in der konstituierenden Ratssitzung im November einstimmig wieder zum Ortsvorsteher in Exter gewählt worden bin.“

„Ich freue mich auf meine Aufgabe, denn wir haben 2021 gemeinsam viel vor“, kündigt August-Wilhelm König abschließend an.

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