Stadtentwicklungskonzepte für 2022 sind in Vorbereitung – Bauleitplanung für neue Gewerbegebiete beraten
ISEK soll Regionale-Projekt ergänzen

Vlotho (WB). -

Die Bezirksregierung hat der Stadt Vlotho signalisiert, dass das Integrierte Stadtentwicklungsprogramm (ISEK) weitergeführt und auch im Jahr 2022 aufgestellt werden soll. Darüber hat Stadtentwickler Michael Fißmer den Ausschuss für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung in seiner ersten Sitzung der neuen Ratsperiode am Mittwochabend informiert.

Donnerstag, 03.12.2020, 16:56 Uhr
Das Burg-Areal soll attraktiver werden. Umgestaltungsmaßnahmen sind im Zuge der Regionale Foto: Joachim Burek

 

„Die Vorhaben eines solchen neuen ISEK-Konzepts werden dann sicherlich mit den Vlothoer Projekt für die im gleichen Jahr startende Regionale OWL abgestimmt werden und sich ergänzen“, sagte Fißmer. Denkbar als solche ISEK-Projekte seien beipielsweise Gestaltungsideen für den Burghang, Stichwort Apothekerweg, oder die Schaffung eines Spielplatzes im Bereich vor der Burg.

Eine solche Konzeption könne dann in Abstimmung mit den Vorhaben der Stadt im Rahmen des Regionale-Projektes „Erlebnisraum Weserlandschaft“ umgesetzt werden. Innerhalb dieses Projektes wolle Vlotho den Bereich zwischen Weser und Burg neu gestalten. Vier Bereiche stehen dabei im Fokus: der Hafen zwischen Mündungsbereich Forellenbach und Weserufer. Ein weiteres Aufgabenfeld wäre dann die verbesserte Anbindung des Hafens an die Innenstadt. Vorschläge dazu solle ein städtebaulicher Wettbewerb liefern. Derzeit werde ein Planungsbüro für die Begleitung dieses Wettbewerbes gesucht,

Auch die Neugestaltung des Burghanges und des Burgareals sollen Gegenstand des Regionale-Projekts werden. Hier sei man in Zusammenhang mit der Freistellung des Hangs zur besseren Sichtbarmachung der Burg in Gesprächen mit dem Naturschutz. „Für die Umgestaltung des Burgareals selbst wollen wir den Etat der Heimatförderung nutzen, der eine 80-Prozentförderung in Aussicht stellt. Wir müssen uns dabei mit der Politik allerdings einig sein, dass wir ein großes Projekt dort oben wollen, das später auch Unterhaltung kostet“, so Fißmer. Konkretere Planungsdetails kündigte er für Januar an.

In weiteren Tagesordnungspunkten machte der Ausschuss den Weg für die nächste Stufe der Bauleitplanung für die Gewerbegebiete „Meisenfeld“ in Exter und für „Hollwiesen III“ an der Salzuflener Straße frei. In Hollwiesen III soll die neue Kreis-Rettungswache entstehen.

Die Offenlegung des geänderten Bebauungsplans für „Hollwiesen III“ wurde bei nur einer Enthaltung einstimmig beschlossen. „Veranschlagen wir zwei bis drei Monate für die Offenlage, kann der Satzungsbeschluss und damit die planungsrechtliche Grundlage für den Rettungswachenbau noch vor den Sommerferien vorliegen“, erklärte Fißmer im VZ-Gespräch. In der Diskussion vor der Abstimmung hatte Dr. Dieter Gertmann für den BUND die neben der Wache geplante Streuobstwiese als zu klein für eine ausreichende Kompensation der geplanten Eingriffe in die Landschaft dort bemängelt.

Mehrheitlich bei einer Gegenstimme wurden außerdem die Änderung des Flächennutzungsplans im Gewerbegebiet „Meisenfeld“ und dann der dazugehörige Bebauungsplan „Neuländer II“ in die Offenlage geschickt. Auf der 8,2 Hektar großen Ackerfläche, die an das Meisenfeld angrenzt, soll Platz auch für neuanzusiedelndes produzierendes Gewerbe geschaffen werden. Betriebe mit Zentrumsrelevanz und Nahversorger sowie neues Transport- und Speditionsgewerbe seien dort nicht zugelassen, so das beauftragte Planungsbüro.

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