Heimatverein zeigt ab März preisgekrönte venezianische Kostüme aus OWL – Aufbau hat begonnen
Museum lädt zum Märchenball

Vlotho (WB). -

„Lord und Lady Wedgewood laden zur Saisoneröffnung am 7. März 2021 zu einem „Märchenball“ ins Heimatmuseum. Gemeinsam mit vielen anderen illustren Figuren aus der Tier- und Fabelwelt nehmen sie die Besucher mit in die Zeit des Rokoko und präsentieren sich in 22 farbenprächtigen und geheimnisvollen Kostümen eines venezianischen Maskenballs

Dienstag, 01.12.2020, 17:12 Uhr
Gemeinsam mit dem Kostümbildner Horst Raack präsentiert Udo Kohlmeier vom Vlothoer Heimatmuseum die venezianische Figurengruppe mit der exotischen asiatischen Mode. Derzeit läuft in Museum der Aufbau der Ausstellung, die im März eröffnet werden soll. Foto: Joachim Burek

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Die kreativen Köpfe hinter dieser Ausstellung sind Horst Raack und sein Partner Jochen Schlüter aus Enger, die mit ihren venezianischen Kostümen in den Jahren zwischen 2009 und 2019 schon mehrfach den „Kostümwettbewerb „La mascera piu bella“ beim Karneval in Venedig gewonnen haben. Darüber hinaus haben sie ihre aufwendigen Kostüme bereits als Walk-Act oder als Ausstellungsstücke bei so renommierten Veranstaltungen wie der Postdamer Schlössernacht oder der Landpartie auf Schloss Bückeburg gezeigt.

„Über einen Zeitungsartikel im vergangenen Jahr sind wir auf die beiden Engeraner und ihre Kostümkunst aufmerksam geworden, haben sie kontaktiert und gleich den Ausstellungstermin für das kommende Frühjahr festgemacht“, berichtet Udo Kohlmeier vom Team des Vlothoer Heimatmuseums.

„Beim Aufbau der Figuren in ihren Kostümen sind wir jetzt ganz überrascht gewesen, wie gut die Puppengruppen mit ihren exotischen Kostümen in unsere Themenabteilungen passen“, freut sich Kohlmeier.

Lebensgroß begrüßen beispielsweise „Lord und Lady Wedgewood“ unter dem Motto „Tea-Time“ in der guten Stube von Alt-Vlotho zwischen dem ausgestellten historischen Porzellan-Service die Besucher. Die venezianischen Kostüme und Hüte dort sind liebevoll mit ebenfalls einem historischem Spielzeug-Service, das aus den USA der 40er Jahre stammt, verziert.

Genauso detailverliebt kommen die Kostüme der Fuchs-, Huhn- und Schafspuppen daher, die unter dem Motto „Ein Tag auf dem Land“ durch das Heimatmuseum lustwandeln. Ein Hingucker sind dabei die von Horst Raack liebevoll gestalteten Hüte der Figuren, auf denen ebenfalls in Miniaturform Szenen des Landlebens zu entdecken sind.

Auch in den anderen Themenbereichen des Museums kann das Auge in der Farbenpracht und dem Detailreichtum dieser venezianischen Kostüme schwelgen: Sei es, wenn der Blick auf die asiatische Gruppe mit den beleuchtbaren Lampionkostümen (Chinoiserie) oder auf die dem Faberge-Ei gewidmete Motiv-Gruppe fällt.

Die Liebe zu den venezianischen Kostümen hatten Horst Raack und Jochen Schlüter seinerzeit bei einer Reise nach Venedig und zum Karneval dort entdeckt. „Ich begeistere mich generell für das 18. Jahrhundert und den Rokoko-Stil“, erläutert Raack.

Die Kostüme, die er und sein Partner in Venedig getragen haben, schneidert Raack, der gelernter Goldschmied ist, selbst. „Das Nähen habe ich mir mit einer auf dem Flohmarkt gekauften Maschine selbst beigebracht“, berichtet er. Als Stoffe verwendet er Seide und Brokat, aber auch alte Vorhänge oder Plastikmaterialien. „Je nach Detailreichtum kann die Herstellung eines Kostüms zwischen zwei Monaten und zwei Jahren dauern. Fertig wird man eigentlich nie“, sagt er.

Nach den einzelnen Events und Walk-Acts haben die beiden Engeraner erst im vergangenen Jahr mit den Dauerausstellungen begonnen. Jochen Schlüter hat dafür den Part der PR-Kommunikation übernommen. „Die Ausstellungen in der Alten Gerberei in Enger und in der Werburg in Spenge, die 1900 Besucher sahen, waren große Erfolge“, ist er stolz. Daher soll die Ausstellung in Vlotho auch bis zum Saisonschluss im November 2021 zu sehen sein.

 

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