Nach tödlichem Verkehrsunfall: Vlothoer CDU-Fraktion stellt umfangreichen Antrag
Mehr Sicherheit gefordert

Vlotho (WB). Bei einem tragischen Verkehrsunfall im Kreuzungsbereich vor der ehemaligen Gaststätte Beerenkämpen sind vor einem Monat zwei Menschen zu Tode gekommen. Die Vlothoer CDU-Fraktion möchte alles unternehmen, damit hier so etwas nie wieder passieren kann. In einem umfangreichen Antrag fordert sie den Bürgermeister dazu auf, sich für eine Entschärfung des Kreuzungsbereiches Lemgoer Straße/Hohenhausener Straße einzusetzen.

Montag, 26.10.2020, 04:08 Uhr aktualisiert: 26.10.2020, 04:30 Uhr
Ortsvorsteher Heinrich Halewat (links) und der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Klaus Wehr an der Kreuzung. Foto: Jürgen Gebhard

Der noch amtierende Valdorfer Ortsvorsteher Heinrich Halewat hat, so berichtet er, bereits an Ort und Stelle mit einem Vertreter des Straßenverkehrsamtes des Kreises Herford gesprochen. Halewat: „Der Kreis ist als Straßenbaulastträger für diese Kreuzung verantwortlich und muss handeln.“ Sein erster Vorschlag, die Situation durch einen Kreisel zu entschärfen, habe wohl kaum Aussicht auf Erfolg: Die Kreuzung befindet sich nämlich für Verkehrsteilnehmer aus beiden Fahrtrichtungen der Hohenhausener Straße auf einer nicht gut einzusehenden Bergkuppe. Nach Aussage der zuständigen Stellen handele es sich bei dieser Kreuzung – trotz des tragischen Geschehens am 20. September – mit Blick auf die vergangenen fünf Jahren nicht um einen Unfallschwerpunkt. Die offizielle Statistik nenne ansonsten lediglich elf kleinere Unfälle.

Überhöhte Geschwindigkeit

„Daraufhin habe ich einen Antrag geschrieben, den die CDU-Fraktion gerade im Rathaus abgegeben hat“, sagt Halewat. „Wir möchten, dass die Stadt Vlotho sich ganz offiziell an den Kreis Herford als Baulastträger wendet, um dort eine deutliche Verbesserung der Verkehrssituation zu erreichen“, ergänzt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Klaus Wehr, der den Antrag unterschrieben hat.

Ausschlaggebend für die Unfälle seien die oftmals überhöhte Geschwindigkeit und die Missachtung der Stopp-Schilder, heißt es in dem Fraktionsantrag, und weiter: „Hier sehe ich einen kurzfristigen Handlungsbedarf sowie eine umfangreiche Neuplanung der Verkehrsführung. Auch wenn die besagten Straßen sich in der Zuständigkeit des Straßenbaulastträgers Kreis Herford befinden, sollten die Belange der Bürgerinnen und Bürger dieses Ortsteils hier ebenfalls nachdrücklich berücksichtigt werden.“

Die Forderungen

1. Geschwindigkeitsbeschränkung auf der Hohenhausener Straße ab der Einmündung Sandweg auf 30 Kilometer, auch um die Zufahrt zum Wohngebiet Beerenkämpen, zum Gerätehaus der Feuerwehr sowie der unübersichtlichen Einmündung Hettenholter Weg zu verbessern.

2. Überplanung und bessere Ausschilderung des Radweges im Kreuzungsbereich, um die schwachen Verkehrsteilnehmer besser zu schützen. Der Radweg könnte, so Halewat, ähnlich wie an der Weserbrücke in Uffeln mit roter Farbe von der Fahrbahn abgesetzt werden.

3. Überwachung der Geschwindigkeitsbeschränkung.

5. Aufstellen von großen Warnschildern „Achtung Unfallschwerpunkt“ an den Zufahrtsstraßen.

6. Prüfung der Umgestaltung der Kreuzung zu einem Kreisverkehr unter Berücksichtigung der besonderen topografischen Lage.

7. Geschwindigkeitsbegrenzung auf der gesamten Wehrendorfer Straße von 70 auf 50 km/h insbesondere im Dorfbereich (Hinweis auf spielende Kinder, Wildunfälle, landwirtschaftliche Ein- und Ausfahrt, parkende Autos direkt an der Straße während der Gottesdienste, Lärmbelästigung der Anwohner durch hohes Verkehrsaufkommen).

Außerdem weisen Anwohner aus dem Neubaugebet darauf hin, dass für die Schulkinder ein sicherer Übergang zur Bushaltestelle an der Hohenhausener Seite fehlt. „Auch dafür wollen wir uns einsetzen“, sagt Heinrich Halewat.

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