Im GESW Vlotho findet erstmals ein deutsch-griechischer Austausch statt
Pilotprojekt im Studienwerk

Vlotho (WB). Premiere im Gesamteuropäischen Studienwerk (GESW): Zum ersten Mal hat in der Vlothoer Weiterbildungseinrichtung ein deutsch-griechischer Jugendaustausch stattgefunden. Bisher war dort vorwiegend zu Austauschprogrammen mit Jugendlichen aus Osteuropa und Tunesien eingeladen worden.

Donnerstag, 03.09.2020, 04:02 Uhr aktualisiert: 03.09.2020, 04:20 Uhr
Auf der Treppe des GESW treffen sich die Teilnehmer aus Griechenland und Deutschland zum Erinnerungsfoto. Foto: Joachim Burek

Das Seminar, an dem jeweils acht Studenten und junge Berufstätige aus beiden Ländern teilgenommen haben, beschäftigte sich mit dem Thema „Nationalsozialismus und Besatzungszeit – Wie gehen beide Länder in der Geschichtsbewältigung damit um?“

Absage aus Italien

„Eigentlich sollte auch ein Gruppe italienischer junger Leute an der Veranstaltung teilnehmen, die aber aufgrund der Corona-Situation in Deutschland abgesagt hat“, bedauerte Navina Engelage vom GESW.

Gemeinsam mit Kelly Manoudi, Betreuerin der griechischen Gruppe vom dortigen nationalen Jugendwerk „euphoria“, hatte Navina Engelage die Seminarveranstaltungen in der Weserstadt geleitet. Gefördert wird das Projekt auf europäischer Ebene vom Programm „erasmus plus“ sowie aus dem Etat des „Kinder- und Jugendplans des Bundes“. „Derzeit befindet sich ein deutsch-griechisches Jugendwerk im Aufbau, daher werden Seminare wie im GESW gerne als Pilotprojekte für diese Kooperation gefördert“, erläuterten Manoudi und Engelage.

In Vorbereitung auf das Seminar in Vlotho habe es bereits im Herbst 2019 ein erstes Zusammentreffen mit Seminarveranstaltungen im griechischen Ypati gegeben, einer Stadt, die im Zweiten Weltkrieg unter der italienischen und deutschen Besatzung gelitten habe, so die Seminarleitung.

Vorträge und Diskussionen

Im Rahmen des Seminars in der Weserstadt stand neben Vorträgen und Diskussionen zur Vergangenheitsbewältigung auch die Auseinandersetzung mit der Frage „Wie gehen wir heute mit Nationalismus und Rechtspopulismus um?“ So stand zum einen auch eine Exkursion zum Kaiser- Wilhelm-Denkmal in Porta auf dem Programm, um sich mit dem Thema „Nationalismus im 19. und frühen 20. Jahrhundert“ zu beschäftigen. Eine zweite Exkursion hatte die Wewelsburg im Paderborner Land zum Ziel, wo unter anderem das museumspädagogischen Konzept zum Thema „Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus“ im Mittelpunkt des Interesses stand.

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