Nach Gottesdienst in St. Stephan Vlotho Schmähbrief verlesen
Anonym gegen Pfarrer

Vlotho (WB). Nach den homophoben Anfeindungen gegen Jörg Uwe Pehle und seinen Mann und der dadurch angestoßenen Toleranz-Diskussion hatte es lange keine Zwischenfälle mehr gegeben. Jetzt geht es wieder los.

Mittwoch, 02.09.2020, 04:07 Uhr aktualisiert: 02.09.2020, 04:20 Uhr
Der Pfarrer hat den anonymen Brief nebst einigen Anmerkungen im Schaukasten der Gemeinde ausgehängt. Foto: Jürgen Gebhard

Im Anschluss an den Gottesdienst am vorigen Sonntag hat der St. Stephans-Pfarrer einen anonymen, handschriftlich verfassten Brief, datiert vom 15. August, öffentlich gemacht. Nach Aussage von Pehle stimme die Schrift wohl mit der Schrift eines ähnlichen Briefes aus dem Vorjahr überein. Der Brief ist in den Schaukästen der Gemeinde ausgehängt.

Der Wortlaut, unkorrigiert: „Hallo Herr Pehle, am Donnerstag um 21 Uhr loderten Flammen hinter Ihrem Bretterzaun aus Ihrer Feuerschale wo ihr Mann Sachen verbrannte. Die gesamte Nachbarschaft hatte unangenehmen Feuergeruch. Dazu Ihr hysterisch kleffender Hund. So etwas ist verboten und wird dem Ordnungsamt gemeldet nebst Fotos und Videos. Bleiben sie, wo sie sind. In der Burgstrasse vermisst sie niemand – ganz im Gegenteil.“

Der Pfarrer spricht von Stalking und wegen der Fotos und Videos vom Eingriff in die Persönlichkeitsrechte seines Mannes. Ein Anwalt prüfe juristische Schritte.

Das Pfarrhaus an der Burgstraße wird derzeit wegen der in den vergangenen Jahrzehnten aufgelaufenen Schimmelschäden saniert . Der Pfarrer und sein Ehemann sind deshalb vorerst ausgezogen. Pehle: „Mein Mann und ich freuen uns darauf wieder ins Pfarrhaus Burgstraße einzuziehen.“

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