Neuer Film stellt das Vlothoer Heimatmuseum vor – Kurzfassung auf Youtube
Virtueller Rundgang durch Alt-Vlotho

Vlotho (WB). Das Heimatmuseum in der Kulturfabrik ist seit Beginn der Corona-Krise geschlossen. Wann es wieder geöffnet wird, ist noch immer völlig ungewiss. In den Gängen zwischen den Exponaten können die vorgeschriebenen Abstände kaum eingehalten werden. Außerdem gehören die Heimatfreunde, die das Museum betreuen, als Senioren der Risiko-Gruppe an. Ab sofort kann das Museum zumindest online wieder besucht werden.

Dienstag, 11.08.2020, 15:22 Uhr
Freuen sich über den Film (von links): Peter Ausländer, Udo Kohlmeier, Norbert Kaase, Peter Böttcher, Ursel Kohlmeier und Kurt Knäble. Foto: Jürgen Gebhard

Kurzfassung online

Gemeinsam mit dem Filmemacher Norbert Kaase und dem Vlothoer Musikpädagogen Peter Ausländer (Texte und Sprecher) hat der Vorstand des Heimatvereins einen virtuellen Rundgang durch die umfangreiche Sammlung zur Geschichte von Alt-Vlotho erstellt. Den Film „Rundgang durch das Heimatmuseum Vlotho“ kann man sich online über Youtube beziehungsweise über die Homepage des Heimatvereins anschauen. „Dort gibt es die 13-minütige Kurzfassung“, sagt Udo Kohlmeier vom Vorstand.

Die ausführliche Fassung ist 33 Minuten lang. Sie ist demnächst auf CD und/oder USB-Stick erhältlich. Vorbestellungen nimmt der Heimatverein bereits entgegen. Für voraussichtlich etwa 15 Euro werden auf dem Datenträger neben dem Rundgang durch die Ausstellung auch noch fünf Filme zu sehen sein, die Handwerkskunst von einst zeigen.

Altes Handwerk

Vorgestellt werden dort Michael Brink als Schuster, Hermann Löwen als Korbmacher, Gabi Hessel beim Spinnen, Marion Zill beim Weben und die verstorbene Hanna Schürmann als Zigarrenmacherin. Drei dieser Handwerkerfilme lagen bereits vor. Zwei neue hat Norbert Kaase beigesteuert. Kaase hat außerdem die vorhandenen Handwerkerfilme überarbeitet. Der Filmemacher aus Bünde ist in Vlotho kein Unbekannter: Vor einiger Zeit hat er gemeinsam mit der Geschichtswerkstatt die Videos über die Zeit des Aufbruchs und der Stadtsanierung erstellt.

Für den virtuellen Rundgang durchs Heimatmuseum hat der Filmemacher die verschiedenen Ausstellungs-Schwerpunkte in Szene gesetzt. Die Erläuterungen spricht Peter Ausländer: „Unser Rundgang beginnt, wie sollte es anders sein, mit dem Bahnhof. Mit der Anbindung ans Bahnnetz hatte die Stadt an Bedeutung gewonnen. Am Bahnhof kam man an als Fremder oder als Heimkehrender. Von hier aus konnte man reisen nach Rinteln, nach Löhne, nach Bielefeld – also in alle Welt.“

Kameras aus Vlotho

Vorbei am Lagerraum des Zollamtes führt der virtuelle Rundgang zunächst in einen Wohnraum, in dem an einem Arbeitstisch in Heimarbeit Zigarren geformt wurden, dann unter anderem in verschiedene Werkstätten, in den Tante-Emma-Laden und in den alten Klassenraum einer Volksschule. Und auch etwas ganz Überraschendes erfährt der Betrachter beim Schwenk auf alte Fotoapparate: Nämlich, dass in der Weserstadt einst sogar Kleinbildkameras entwickelt und produziert wurden.

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