Planungsbüro stellt Konzept für die Kulturfabrik beim Kultursommer-Abschluss vor
Vlotho denkt voraus

Vlotho (WB). Die Tage werden wieder kürzer. Langsam zeichnet sich das Ende des Sommers 2020 ab. Der Kultursommer der Stadt Vlotho ist für dieses Jahr vorbei. Vlotho-Marketing und das Kulturbüro haben die letzte Veranstaltung dieser Reihe in der Kulturfabrik gefeiert und dabei ein neues Konzept vorgestellt, welches die Entwicklung der Stadt maßgeblich prägen kann.

Montag, 10.08.2020, 06:00 Uhr
Musik am frühen Abend: „Jennifer und Andreas Grove“ spielen als Duo „White Coffee“ angenehme Lounge-Musik auf dem Platz der Kulturfabrik zum Auftakt des letzten Kultursommer-Abends. Foto: Frank Lemke

„Wir sprechen hier von einem neuen Gebäude an der Kulturfabrik, einer Freitreppe, die in den ersten Stock des historischen Gebäudes führt und eine Umgestaltung der Räumlichkeiten“, sagte Korbinian Kroiß von dem Planungsbüro noncornform aus Rosenheim. Das Projekt „Kulturfabrik weiterdenken“ hat in einem Workshop den Vlothoer Bürgern Fragen gestellt, wie sie sich die Kulturfabrik in Zukunft vorstellen.Das Land Nordrhein-Westfalen hat die Arbeit daran gefördert.

Mehr als 250 Gäste haben die Präsentation ihrer Ideen und Ergebnisse aufmerksam verfolgt.

Zusätzliches Gebäude auf dem Vorplatz

Das Erdgeschoss soll in Zukunft möglichst offen für eine breite Zielgruppe sein. Das zusätzliche Gebäude auf dem Vorplatz sei für die Stadtbibliothek gedacht, die derzeit noch im ersten Stockwerk untergebracht ist. Der Eingangsbereich soll deutlich erkennbar sein. Derzeit würden viele Besucher den Haupteingang an der Seite des Gebäudes für den Nebeneingang halten.

Die Liste der Vorschläge ist lang. Am Ende steht ein ganzheitlicher Entwurf, der das Erscheinungsbild der Kulturfabrik deutlich verändern würde. Die Jugendkunstschule hätte mehr Platz. Im Heimatmuseum könnten Lesungen und mehr Veranstaltungen stattfinden. Mit dem Konzept kann die Stadt Vlotho sich jetzt um Fördergelder bemühen, mit denen sie die Ideen umsetzen kann.

Konstruktive Effekt für die Stadt

„Das ist eine gute Basis für politische Entscheidungen, weil der Wille der Bürger deutlich sichtbar ist. Zusammen mit dem Bahnhof ist die Kulturfabrik das Tor der Stadt Vlotho“, sagte Bürgermeister Rocco Wilken. Das Bäckerei-Unternehmen Karlchen‘s Backstube will den Bahnhof auf der anderen Straßenseite sanieren. Die zusätzliche Verschönerung der Kulturfabrik könnte weitere konstruktive Effekte nach sich ziehen und eine enorme positive Kraft entfalten.

Wer sich nach dem Vortrag unter den Gästen umgehört hat, konnte eine positive Aufbruchsstimmung wahrnehmen. Sie sprachen über helle Räumlichkeiten in der Kulturfabrik, über die Freitreppe, eine Gastronomie, einer repräsentativen Bibliothek, einem Kulturzentrum in neuem Glanz. „Tolles Konzept. Das wird eine ordentliche Sache“, sagte Udo Kohlmeier vom Heimatverein. „Wie gut, dass endlich was passiert. Das wird der Stadt Vlotho gut tun“, sagte Isolde Remmert-Eich von der Stadtbibliothek.

Unterhaltsames Band-Konzert

Der siebte und letzte Kultursommer war für die Veranstalter ein großer Erfolg. Die Gäste haben noch lange über das Konzept gesprochen und die Auftritte der Bands genossen. Den Anfang hatte das Duo „White Coffee“ gemacht. Dann traten die Vlothoer Bands „Bone to Bone“, die „Dirty Chucks“ und „Walk Walk“ auf.

Als die Musik gegen 23 Uhr verstummt war, gingen die Besucher nach einem unterhaltsamen Abend nach Hause – im Gepäck viele Visionen für die Zukunft der Vlothoer Kulturfabrik.

 

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