Winzer-Ehepaar Hermann und Ulfriede Frey will mit Vlothoer Freunden feiern
Virtuelles Weinfest

Vlotho (WB). Das Vlothoer Weinfest ist ausgefallen, das große Sommerfest auf seinem Weingut im rheinhessischen Guntersblum, das auch von vielen Vlothoer gerne besucht wird, ist in diesem Jahr coronabedingt ebenfalls gestrichen worden. Winzer Hermann Frey und seine Ehefrau Ulfriede wollen trotzdem mit den Vlothoer feiern – zumindest virtuell.

Dienstag, 04.08.2020, 04:10 Uhr aktualisiert: 04.08.2020, 05:01 Uhr
Das Weinfest in Vlotho ist ausgefallen: Winzer Hermann Frey und seine Ehefrau Ulfriede wollen in diesem Jahr trotzdem mit den Vlothoer feiern – zumindest virtuell. Foto: Jürgen Gebhard

Hermann Frey: „Wir bringen ihnen die Unterhaltung, den Wein und das Weinwissen in digitaler Form nach Hause. So können wir trotz Corona einen schönen weinseligen Abend miteinander verbringen. Sie können sich ein paar Freunde oder ihre Familie einladen, ein paar schöne Stunden miteinander verbringen, unsere Weine probieren und erhalten obendrein die Informationen rund um unsere Weine, um unser Familienweingut und um den Weinan- und -ausbau ganz bequem nach Hause.“

Und so funktioniert es: Angeboten werden zwei verschiedene Weinpakete mit jeweils neun Flaschen aus dem Sortiment (trockene bis halbtrockene Weine oder halbtrockene bis liebliche Weine), dazu einige Kleinigkeiten und ein USB-Stick oder eine DVD mit den Geschichten hinter den Weinen (Weitere Infos direkt bei Hermann Frey, Telefon 06249/2361).

Wie alles begann

Die Organisatoren aus den Reihen der Werbe- und Interessengemeinschaft hatten Hermann und Ulfriede Frey einst für das dritte Vlothoer Stadtfest verpflichtet. Seit nunmehr fast 40 Jahren sind sie seitdem Jahr für Jahr mit ihrem Stand in Vlotho – in den ersten Jahrzehnten beim Stadtfest und später beim Weinfest.

Gemeinsam mit fünf Kollegen aus den Weindörfern bei Guntersblum und einem eigenen Musiker warteten sie in ihrem ersten Vlothoer Jahr im »Weindorf« in der Mühlenstraße neben dem »Alt Heidelberg« auf Stadtfest-Gäste – meist jedoch vergeblich. »An drei Tagen sind nur 24 Flaschen durchgegangen. 15 davon haben wir selber getrunken«, erinnert sich der Winzer an den Auftakt. Zwei der Weinhändler reisten aus Frust schon am zweiten Tag wieder ab und kamen nie wieder nach Vlotho. Hermann Frey glaubte an das »Weindorf«. Gemeinsam mit der WIV änderte er das Konzept.

Beim nächsten Stadtfest bauten dann vier Weinhändler ihre Stände direkt vor dem »Alt Heidelberg« auf. Über dem Brunnen stand die Bühne für das »Edelweiß-Duo«. »Dann ging es richtig los. Und nach fünf Jahren war kein Durchkommen mehr möglich.« Die Gäste blieben immer sehr lange – auch dank eines Marketing-Tricks: Die elfte Flasche am Tisch war gratis. Und auf die wollte niemand verzichten.

„Beim Vlothoer Weinfest 2021 sind wir natürlich wieder dabei. Wir freuen uns, unsere vielen Freunde wieder persönlich zu sehen und mit ihnen zu feiern – nicht nur virtuell“, kündigt Hermann Frey an.

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