Bei Familie Pelzer nistet ein Turmfalkenpaar – Jungvögel sind bereits flügge
„Flugstunden“ über dem Windfeld

Vlotho (WB). „Es ist schon ein faszinierendes Natur-Schauspiel zu sehen, wie diese Jungfalken flügge wurden und nun von Tag zu Tag sicherere Flugkünstler werden. Michael Pelzer und seine Frau Beate sind begeistert von ihren gefiederten „Untermietern“ auf Zeit. Hoch unter Giebel ihres Hauses an der Lemgoer Straße hat seit einigen Wochen ein Turmfalkenpaar gebrütet und nun kreist es schon seit vergangenen Samstag mit seinem Nachwuchs am Himmel über Wald und Flur am Windfeld.

Donnerstag, 02.07.2020, 10:00 Uhr
Hoch oben im Baum im Garten der Pelzers machen die beiden Jungvögel mit einem Elterntier nach einer „Flugstunde“ Rast. Etwa einen Monat lang werden sie noch gemeinsam unterwegs sein. Foto: Joachim Burek

Lange Jahre hatten die Pelzers darauf warten müssen, dass der Falkennistkasten, den sie vor zehn Jahren am Giebel ihres Hauses hatten anbringen lassen, endlich von einem Falkenpaar besetzt wird. „Acht Jahre hat sich nichts getan und wir haben vergeblich gewartet“, berichtet Michael Pelzer im Gespräch mit dieser Zeitung. Doch im vergangenen Jahr war es soweit. „Und die Falken sind nun auch in diesem Frühjahr wieder zurückgekommen“, freut sich Pelzer, Inhaber einer Autowerkstatt und passionierter Jäger.

Vogelvielfalt in Pelzers Garten

„Nicht zuletzt durch dieses Hobby sind wir beide sehr naturverbunden und freuen uns immer über die vielfältige Vogelwelt hier in der Umgebung und auch in unserem Garten“, erläutert das Vlothoer Ehepaar. Daher haben sie in dem weitläufigen Garten auf ihrem Grundstück zahlreiche Nistkästen für die verschiedensten Vogelarten aufgehängt. So nisten Meisen, Stare und Mauersegler dort. Für die Nistmöglichkeiten an Michael Pelzers Werkstattgebäude hat er vom Nabu sogar die Auszeichnung „Schwalbenfreundliches Haus“, erhalten. Und auf einen weiteren ständigen Gast auf ihrem Grundstück sind die Pelzers besonders stolz. „An unserem Teich im vorderen Bereich des Grundstücks ist sogar der sonst so seltene Eisvogel heimisch“, berichtet Michael Pelzer.

Dass nun auch noch die Falken sich bei ihnen wohl fühlen, freut die beiden Vlothoer Vogelfreunde besonders. „Vor zehn Jahren hatten wir die Idee dazu. Wir dachten, probieren wir es halt einfach mal aus“, erinnert sich Beate Pelzer. Bei Klocke hätten sie dann den entsprechenden Nistkasten gekauft, den Dachdeckermeister Prüßmeier am Giebel angebracht hatte. „Soweit nach dort oben haben wir uns selbst nicht getraut“, gesteht Michael Pelzer.

Falkennistkasten wird endlich angenommen

Die Geduld des Ehepaars und ihre Liebe zur Natur hat sich nun mit dem Einzug der Falken im vergangenen und in diesem Jahr ausgezahlt. Die Spuren am Giebel und auf dem darunter befindlichen Kellertreppengeländer sind sichtbare Zeugen der regen Nutzung des Nistkastens. „Das gehört einfach dazu“, tragen es Michael und Beate Pelzer mit Fassung.

Sie erfreuen sich nun täglich an dem Heranwachsen des Falken-Nachwuchses. Die beiden Jungvögel waren vor etwa drei Wochen geschlüpft. „Nun können wir seit Samstag beobachten, wie die beiden täglich „Flugstunden“ bei ihren Eltern nehmen. „In gut einem Monat werden die beiden Jungvögel dann alleine losfliegen und sich eigene Reviere suchen“, weiß Michael Pelzer aus den Erfahrungen des Vorjahres.

 

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7476152?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198393%2F2514631%2F
Dänischer Schlachthof muss vorerst schließen
Die Probleme in Schlachtbetrieben reißen offenbar nicht ab. Nachdem bei Tönnies in Rheda-Wiedenbrück der Betrieb (Foto) wochenlang ruhen musste, wird jetzt ein Betrieb in Dänemark für mindestens eine Woche geschlossen. Foto: dpa
Nachrichten-Ticker