Stadtentwickler nimmt Stellung zur Zukunft des Bahnhofs
„Das Projekt ist nicht tot“

Vlotho (WB). Das Projekt Bahnhofssanierung ist längst noch nicht tot. Es gibt einige Alternative und sogar zwei neue Interessen. Auch der bisherige Investor ist noch dabei: So lässt sich die Antwort von Stadtentwickler Michael Fißmer auf eine Anfrage der CDU zusammenfassen.

Mittwoch, 01.07.2020, 08:00 Uhr
Nach Angaben aus dem Rathaus gibt es derzeit mehrere Ideen für eine Nutzung des Bahnhofs. Zunächst solle noch in diesem Jahr das Dach gesichert werden. Foto: Jürgen Gebhard

In der jüngsten Ratssitzung rief Fißmer zunächst die Mitteilung des Bürgermeisters aus der letzten HFA-Sitzung in Erinnerung, in der über das Ende der bis dahin laufenden Planungen informiert worden war: „Ein Hotel ist nicht wirtschaftlich.“ Inzwischen gebe es zwei weitere Interessenten, die Konzepte für den Bahnhof erarbeiten würden. Die Nutzungsmöglichkeiten gingen in „alle Richtungen“, sagte Fißmer. Er nannte Büro, Dienstleister, Praxen und Backshop. In enger Absprache mit den übergeordneten Behörden werde auch über eine öffentliche Nutzung nachgedacht.

Dachsicherung noch in diesem Jahr

Fißmer weiter: „Unser Ziel ist es, noch in diesem Jahr eine Sicherung des Daches vorzunehmen, damit das Gebäude einen weiteren Winter übersteht. Es gebe „sechs bis sieben“ Alternativen: „Wir hoffen, dass eine dieser Alternativen am Ende zum Tragen kommt.“

Abriss aktuell keine Alternative

Bürgermeister Rocco Wilken sagte, ein Abriss des Bahnhofs sei aktuell keine Alternative: „Es geht nicht nur um die Konzepte. Es geht um die Finanzierung und um die Nachhaltigkeit.“

Die Planung für das Hotel-Projekt war im Frühjahr praktisch abgeschlossen. Bis zu fünf Millionen Euro sollten von den Investoren in die Umgestaltung des denkmalgeschützten Empfangsgebäudes gesteckt werden. Eigentlich hätte vor wenigen Wochen die Auftragsvergabe erfolgen sollen. Einige Hunderttausend Euro habe man bereits für die Vorlaufkosten im Genehmigungsverfahren ausgegeben. Die Finanzierung sei, so hieß es damals in der HFA-Sitzung, an der Corona-Krise gescheitert. Banken würden für Hotel-Neubauten aktuell kein Geld geben.

 

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