Vlothoer Lars Krieger absolviert „Tough-Guy“-Lauf durch die heimische Landschaft
Kurpark wird zum Hindernisparcours

Vlotho (WB). Für den Vlothoer Strongman-Langstrecken- und Hindernisläufer Lars Krieger hat nach langer Winter-, Corona- und Verletzungspause der heimische Kur- und Landschaftspark eine neue sportliche Herausforderung geboten. Dazu nahm Krieger jetzt an der virtuellen Challenge des britischen Hindernislauf-Veranstalters „Tough Guy“ teil.

Mittwoch, 03.06.2020, 10:00 Uhr aktualisiert: 03.06.2020, 11:24 Uhr
Der Kur- und Landschaftspark bietet Lars Krieger während seines virtuellen Tough-Guy-Laufes auch viele natürliche Hindernisse. Unter anderem muss er auf der Strecke auch Gewässer durchqueren. Foto: Krieger

„Das hat Spaß gemacht und war eine ideale Trainingsmöglichkeit nach meiner Oberschenkelverletzung“, freut sich Lars Krieger nach den erfolgreichen Runden auf dem Kurpark-Parcours. Immerhin hatte er seine letzten richtigen Wettkämpfe im Herbst bei seinem dritten Platz beim „Hameln Klüt-Trail“ über 20 Kilometer und beim „Tough Mudder“ über 5 Kilometer in London absolviert, berichtet der Vlothoer Läufer.

Da aktuell keine Hindernisläufe in gewohnter Art und Weise stattfinden könnten, hätten einige Veranstalter in den vergangenen Wochen begonnen, virtuelle Ausgaben ihrer Läufe anzubieten. Dabei könne man sich, wie auch sonst üblich, für eine bestimmte Strecke anmelden. „Der Lauf ist dann an einem bestimmten Tag oder in einem bestimmten Zeitraum zu absolvieren und die Resultate, aufgezeichnet über Laufuhren oder per Apps, können dann an den Veranstalter geschickt werden“, erläutert der 41-Jährige.

Natürliche Hindernisse eingebaut

Bei den großen Veranstaltern wie Strong Viking oder Spartan Race gebe es eine Reihe von Übungen, die man während oder direkt im Anschluss an die Laufstrecke absolvieren müsse, zum Beispiel Klimmzüge, Burpees oder Liegestütze.

„Von diesen virtuellen Läufen habe ich dann die Virtual Edition des Tough Guy im Valdorfer Kurpark ausprobiert“, berichtet Krieger. Der Tough Guy sei in England einer der ersten Hindernisläufe überhaupt gewesen, erläutert er die Historie dieses Traditionslaufes.

Fünf-Kilometer-Runde

Bei der virtuellen Ausgabe dieses Laufes habe er eine Distanz von fünf Kilometern absolvieren müssen. Krieger: „Das sind im Valdorfer Kurpark etwa drei Runden. Die Hindernisse sind nicht in Form von Übungen vorgegeben, sondern ich konnte als Teilnehmer einen eigenen Parcours, am besten aus natürlichen Hindernissen, ganz in der Tradition dieses Laufes, selbst zusammenstellen“.

So habe er sich auf der Strecke etwa 20 Hindernisse eingebaut. Dazu habe er die dort vorhandenen Fitnessgeräte, die Möglichkeiten auf dem Spielplatz und auch die Linnenbeeke, Steine und vorhandene Treppen genutzt.

Krieger: „Natürlich gab es dabei den ein oder anderen fragenden Blick der übrigen Kurparkbesucher, die am Samstagnachmittag das schöne Wetter genießen wollten, wenn ich plötzlich aus dem Bach herauskam, diesen seitlich an der Brücke überquerte oder kopfüber in einem Baum hing. Es hat auf jeden Fall eine Menge Spaß gemacht und war durch die diversen Hindernisse auch einigermaßen anstrengend.“

Medaille kommt per Post

Klasse sei auch gewesen, dass er nach der Anmeldung beim Veranstalter im April umgehend Post aus England mit der durchaus verdienten Medaille für die Teilnahme an diesem Lauf der etwas anderen Art bekommen habe, schmunzelt der Vlothoer Athlet.

Für die kommenden Wochen sind nun noch weitere Läufe von anderen Veranstaltern geplant. „So habe ich gleich nach diesem ersten Lauf noch den virtuellen „Strong-Viking-Lauf mit sechs eingebauten Übungen über sieben Kilometer absolviert und so dank des Aufbautrainings nach der Verletzung gleich ein wenig meine Leistung steigern können“, berichtet Krieger.

Allerdings. so bedauert der leidenschaftliche Langläufer sehr, sei aufgrund der anhaltenden Corona-Krise und den damit verbundenen Beschränkungen mit den richtigen Strongman-Lauf-Wettbewerben in naher Zukunft wohl noch nicht zu rechnen.

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