Ausflugstipps für die Osterferien rund um Vlotho
Aber bitte mit Abstand!

Vlotho (WB). Nichts ist wie sonst, auch die Osterferien sind ganz anders. Das Corona-Virus zwingt Familien dazu, unter sich zu bleiben, vor allem für Kinder ist diese Zeit ohne Freunde, Urlaub und Ausflüge in Zoos oder Freizeitparks häufig langweilig. Das WESTFALEN-BLATT hat sich bei einigen Vlothoern umgehört, welche Ausflugsziele in der Nähe sie während dieser Krise bevorzugen – natürlich immer unter Berücksichtigung der vorgeschriebenen Maßnahmen wie Distanz wahren und größere Menschenansammlungen vermeiden.

Freitag, 10.04.2020, 15:00 Uhr
In Vlotho ist es von Natur aus schön: Am Rande des Naturschutzgebietes Bonstapel kann man den Ausblick über Wiesen und Felder genießen. Auch der weitläufige Naturlehrpfad ist in der Nähe.

Bonstapel

August-Wilhelm König, Fraktionsvorsitzender der GLV, liebt Spaziergänge rund um den Bon­stapel. „Vom Wanderparkplatz an der Hohenhausener Straße geht es im Tal der Linnenbeeke mit seinen alten Baumbestand und den vielen Findlingen leicht bergan. Wir treffen auf den Naturlehrpfad Bonstapel, der Informationen über Natur, Landschaft und Technik auf Infotafeln bereit hält“, sagt König. Auf dem Gipfel des Bonstapel, mit seinen 342 Metern der höchste Berg des Kreises Herford, verlaufe die ehemalige historische Grenze zwischen Lippe und Preußen. „Grenzsteine von 1536 sind dort noch zu finden“, erklärt der GLV-Vorsitzende.

Auch Kinderbuch-Autorin Kathrin Eimler schätzt den Bonstapel und ist dort gerne mit ihrer Familie unterwegs. „Hier findet man unter anderem die sieben Quellen. Man kann beobachten, wie das Wasser in dem kleinen Teich durch die Bodenlöcher an die Oberfläche gelangt. Geht man weiter den Weg entlang, kommt man durch Wälder und Felder, bis man wieder am Parkplatz ankommt“, erzählt Kathrin Eimler. Eine kürzere Runde beginne auf der gleichen Straße. Biege man vor einem Hof rechts ab, gehe es über einen gut begehbaren Pfad an Feldern vorbei. „Der Rundweg endet nach etwa einer Stunde wieder am Parkplatz.“ An den Wegen gebe es einige schöne Stellen, die zum Verweilen und den Ausblick genießen einladen würden.

Weser

Die Weser, die daran entlangführenden Radwege, der Große Weserbogen – für den SPD-Landtagsabgeordneten Christian Dahm ist dieser Ort ideal zum Fahrradfahren und zum Spazieren gehen. „Aber bitte nur mit dem vorgeschriebenen Abstand, entweder gemeinsam mit der Familie oder alleine, nicht in Gruppen“, betont der gebürtige Vlothoer. Auf die Fähre Amanda müsse man derzeit verzichten, stellt er fest.

Anke Hollensteiner , ihr Mann Stefan und ihre beiden Töchter Laura und Leona sind auch gerne am Großen Weserbogen unterwegs. „Der Sonnenuntergang dort wirkt wie am Meer. Und das Beste: Man kann hier Abstand halten, und dennoch sieht man viele freundliche Menschen, die einen grüßen“, sagt Anke Hollensteiner.

Kurpark Valdorf

Hobby-Musiker Frank Casper ist gerne mit seiner Frau Svetlana und Sohn Gleb im Kurpark Valdorf unterwegs. Er liebt die Stille dort – und die wunderschöne Natur. So geht es auch Anke Hollensteiner und ihrer Familie: „Da gibt es mehr zu sehen als man denkt. Die gepflanzten Bäume dort haben alle Schilder zum Lesen, Kinder können Dinge ausprobieren, wie die Klangsäule oder den Wirbelsturm in der Wassersäule.“

Garten und Balkon

Der SPD-Bundestagsabgeordnete S tefan Schwartze empfiehlt angesichts der Pandemie, den heimischen Garten oder Balkon zu nutzen, anstatt größere Ausflüge zu unternehmen. „Ich kann verstehen, dass viele in den Ferien gerne einen Ausflug unternehmen möchten. Trotzdem kann ich nur dazu raten, die Tage im eigenen Garten, auf dem Balkon oder, wenn das nicht gegeben ist, mit kurzen Spaziergängen ums Haus zu verbringen.“ Jeder Ausflug bringe mehr Menschen räumlich zusammen als derzeit geboten sei. „Halten wir weiterhin alle Abstand zueinander, damit wir diese Situation umso schneller überwinden können - gemeinsam!“

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