GLV-Antrag will Flächen auf städtischen Gebäuden und Industriehallen stärker nutzen
„Mehr Solaranlagen auf Vlothos Dächern“

Vlotho (WB). Die Grüne Liste (GLV) möchte die Möglichkeiten für die Erzeugung regenerativer Energien in der Weserstadt ausbauen. Dabei will sie schwerpunktmäßig auf die Nutzung der Sonnenenergie setzen. Mit einem entsprechenden Fraktionsantrag startet die GLV jetzt unter dem Titel „VlothoStrom von der Sonne“ eine Photovoltaik-Offensive.

Dienstag, 03.03.2020, 16:00 Uhr
August-Wilhelm König, Anika Hüting und Michael  Petzholdt (von links) fordern den Ausbau von Photovoltaik-Anlagen. Im Gewerbegebiet Exter (Hintergrund) sehen sie viel Potenzial. Foto: Joachim Burek

„Vlotho hat bereits die größte Dichte an Windkraftanlagen im Kreis. Daher sehen wir in dem Ausbau der Photovoltaik-Anlagen eine gute Alternative für die Erzeugung regenerativer Energien“, erklärte Fraktionssprecher August-Wilhelm König. Bei einem Ortstermin in Exter stellte er den Antrag gemeinsam mit den Fraktionskollegen Michael Petzholdt und Anika Hüting vor.

Flachdächer nutzen

Gerade die flachen Dachflächen von Industrieanlagen, wie zum Beispiel hier im Exteraner Gewerbegebiet, das dazu noch erweitert werden soll, böten Möglichkeiten für den Aufbau von Photovoltaik-Anlagen. „Ein gutes Beispiel dafür ist gerade im vergangenen Sommer mit der Installation von Photovoltaik-Modulen auf den Reithallen der Reitvereine in Exter und Valdorf in Betrieb gegangen. Mit der dort erzeugten Energie kann man eine ganze Siedlung mit 30 bis 4o Häusern versorgen“, so König. Auch nicht genutzte landwirtschaftliche Brachflächen entlang der A2-Trasse könnten Platz für Photovoltaik-Anlagen bieten.

Daher hat die GLV nun folgenden Antrag an Bürgermeister und Rat gestellt: „Der Rat der Stadt Vlotho beauftragt die Verwaltung beziehungsweise die Stadtwerke, die städtischen Gebäude, sofern technisch möglich, mit Photovoltaikanlagen zur Gewinnung von Strom von der Sonne zu gewinnen.“

Beratungsoffensive starten

Ferner sollten die Stadtwerke eine umfangreiche Beratungsoffensive starten, mit dem Ziel, dass private Gebäudebesitzer, Gewerbetreibende und Kirchengemeinden im Stadtgebiet ihre Gebäude mit Photovoltaik-Anlagen versähen. Dabei sollten die Stadtwerke prüfen, ob auf solchen öffentlichen und privaten Freiflächen so leistungsstarke Anlagen möglich seien, dass deren Ertrag ins städtische Stromnetz eingespeist werden könne. Auch solle die Verwaltung prüfen, ob bei der Planung von Bau- und Gewerbegebieten Photovoltaik-Anlagen festgesetzt werden könnten. Dazu gehörte unter anderem auch die Südausrichtung der Satteldächer, die eine Solarnutzung erleichtere.

 

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