Abriss des maroden Güterbahnhofes hat begonnen Die Ruine fällt

Vlotho (WB). Mühsam arbeitet sich der Bagger durch das Trümmerfeld. Ein Gewirr an Holzbalken, Altpappe, Mauer- und Kabelresten sowie jede Menge Schutt und im Gebäude wild gelagerten Müll gilt es zu sortieren. Der Abriss des mehr als 100 Jahre alten, zum Teil schon zusammengefallenen Vlothoer Güterbahnhofs an der Weserstraße hat am Donnerstag begonnen.

Von Joachim Burek
Planer Thomas Eckert (links) und Klaus-Peter Weyer von der Zentralen Liegenschaftsverwaltung der Stadt bei der Ortsbesichtigung am Güterbahnhof. Der Abriss des maroden, zum Teil zusammengefallenen Gebäudes hat begonnen.
Planer Thomas Eckert (links) und Klaus-Peter Weyer von der Zentralen Liegenschaftsverwaltung der Stadt bei der Ortsbesichtigung am Güterbahnhof. Der Abriss des maroden, zum Teil zusammengefallenen Gebäudes hat begonnen. Foto: Joachim Burek

„Zunächst haben wir den bereits eingestürzten Gebäudeteil ganz eingerissen. Die Materialien müssen dabei von den Mitarbeitern zum Teil per Hand sortiert werden, um die umweltgerechte Entsorgung zu ermöglichen“, erläutert Thomas Eckert das Vorgehen der Abrissunternehmens aus Porta Westfalica. So würden Mauersteine gebrochen, recycelt und zum Verfüllen der Baugruben verwendet. Gemeinsam mit Jutta Bergmann von der Unteren Naturschutzbehörde beim Kreis sowie Klaus-Peter Weyer von der Stadt Vlotho nehmen der Planer des beauftragten Ingenieurbüros Schöne aus Minden den Beginn der Arbeiten in Augenschein.

„Die Abrissarbeiten finden in enger Abstimmung mit dem Umweltschutz statt. Daher hatten wir in den vergangenen Tagen, noch vor Ablauf der Rückschnittsfrist für Hecken, begonnen, den Sträucherbewuchs an Bahnhof und Güterbahnhof zurückzuschneiden, um unter anderem eine Fahrgasse für die Baufahrzeuge anzulegen. Dabei ist auch die alte Kopfsteinpflastertrasse, die bis zur Schrankenanlage in Richtung Deesberg reicht, freigelegt worden“, berichtet Weyer. Zusätzlich seien die Bauzäune um das Abrissgelände so aufgestellt worden, damit die Bahnrampe und das umgebende lockere Schottergestein unangetastet blieben, da sie ein Biotop für die geschützte Zauneidechse seien, ergänzte Jutta Bergmann.

Im zweiten Bauabschnitt werden die Bagger dann das noch stehende Restgebäude der Ruine Zug um Zug abreißen. „Auch dort müssen wir noch jede Menge Unrat – wie zum Beispiel wild gelagerte Reifen – aus den Kellergewölben holen“, berichtet der Planer. Bis der Güterbahnhof dem Erdboden gleich gemacht sei, werde es voraussichtlich noch bis Ende März dauern, schätzt Thomas Eckert

Wie Klaus-Peter Weyer mitteilt, hatte sich die Stadt mit Erteilung der Baugenehmigung am Bahnhof auch dafür entschieden, mit den Abrissarbeiten am Güterbahnhof zu beginnen. Auf einem Teil des 10.000 Quadratmeter großen Areals wolle der Investor Parkplätze für die Nutzer des sanierten Bahnhofsgebäudes anlegen.

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