Vlothoer St. Stephans-Gemeinde setzt Zeichen der Solidarität mit Pfarrer Pehle Das Presbyterium zeigt Flagge

Vlotho (WB). Mit kleinen und großen Regenbogenfahnen und dem neuen Logo der von Pfarrer Jörg Uwe Pehle gestarteten Toleranz-Aktion hat das Presbyterium von St. Stephan bei einem Treffen am Montagabend auch symbolisch ein deutliches Zeichen gesetzt.

Von Joachim Burek
Mitglieder des Presbyteriums von St. Stephan und der Jugendgruppe »Just« der Gemeinde haben mit Regenbogenflaggen und dem Logo der Toleranz-Aktion ihre Solidarität mit Pfarrer Jörg Uwe Pehle deutlich gemacht.
Mitglieder des Presbyteriums von St. Stephan und der Jugendgruppe »Just« der Gemeinde haben mit Regenbogenflaggen und dem Logo der Toleranz-Aktion ihre Solidarität mit Pfarrer Jörg Uwe Pehle deutlich gemacht. Foto: Joachim Burek

»Wir wollen damit klar und deutlich sagen und zeigen, dass wir voll und ganz hinter unserem Pfarrer Jörg Uwe Pehle stehen«, bezog Angelika Kippschull für das Presbyterium deutlich Stellung gegen die homophoben Anfeindungen, denen sich Pfarrer Pehle in der Vergangenheit ausgesetzt sah und die ihn zweifeln lassen, ob er in der Gemeinde verbleiben soll. »Wir hoffen natürlich, dass sein Entschluss noch nicht endgültig ist und er hier in Vlotho bleibt, um seine gute Arbeit als Pfarrer in der Gemeinde fortzusetzen«, ergänzte Angelika Kippschull im Namen des Presbyteriums. Die Presbyteriumsmitglieder zeigten sich außerdem zuversichtlich, dass angestoßen durch die aktuelle Diskussion künftig in der Gemeinde bei Ausgrenzung und Mobbing eine viel größere Sensibilität herrschen und solche Vorfälle dann auch offen angesprochen würden.

Unterstützung auch von Jugendgruppe »Just«

Zu dem Treffen waren neben den Presbyteriumsmitgliedern Stephan Lücking, Angelika Kippschull, Kathrin Finne, Claudia Strong, Stefan Stork, Gerd Klinksiek und Christiane Althof auch zahlreiche Mitglieder der St. Stephans-Jugendgruppe »Just« gekommen, um ihre Unterstützung für den Pfarrer auszudrücken.

Mit Blick auf die zahlreichen Projekte, mit denen Pfarrer Pehle seit seinem Amtsantritt neuen Schwung in die Stadtgemeinde gebracht hatte, versicherte Presbyteriumsmitglied Stephan Lücking: »Egal, wie die Entscheidung des Pfarrers ausfällt, wir werden nicht wieder in den zuletzt häufig zitierten Tiefschlaf verfallen, sondern die Gemeinde ist entschlossen, diese Projekte und Initiativen auf jeden Fall aufrecht zu erhalten. Dazu gehören unter anderem die Jugendgruppe ›Just‹, das Bistro St. Stephan’s, die regelmäßige Beteiligung am Abendmarkt und die neue Form des Konfirmanden-Unterrichts.«

Verstärkung fürs Presbyterium gesucht

Um aber auch künftig allen diesen Aufgaben gerecht zu werden, sucht das Presbyterium noch zwei neue Mitglieder, da zwei bisherige Presbyter im kommenden Frühjahr das Gremium verlassen werden. Wer an der Mitarbeit in dem Gremium Interesse habe, müsse sich bis kommenden Freitag melden, um noch rechtzeitig in das notwendige Wahlverfahren hineinzukommen, teilten Angelika Kippschull und Stephan Lücking mit. Voraussetzung für die Kandidaten sei, dass sie das 18. Lebensjahr vollendet hätten und zur Gemeinde St. Stephan gehörten.

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