CDU/CSU-Bundestagsfraktionsvorsitzender Ralph Brinkhaus beim RuF »von Bismarck« in Vlotho-Exter
Vorzeigeprojekt fürs Ehrenamt

Vlotho (WB). Es waren kurzweilige zwei Stunden, die Ralph Brinkhaus am Donnerstag beim Reit- und Fahrverein »von Bismarck« Exter verbrachte. Erst gegen Ende des Besuchs ging es auch um die große Politik. Als Vereinsvorsitzender Hansi Obermowe fragte, warum eigentlich immer eine Frau Kanzler sein müsse, entgegnete der CDU/CSU-Bundestagsfraktionsvorsitzende, dass sei gut so. Schließlich sei die Politik sehr lange von Männern bestimmt gewesen.

Donnerstag, 08.08.2019, 19:54 Uhr aktualisiert: 08.08.2019, 19:56 Uhr
CDU/CSU-Bundestagsfraktionsvorsitzender Ralph Brinkhaus (Zweiter von rechts) zusammen mit (von links) Jochen Störmer, Theresa Husemann, Julia Dowe, Dr. Tim Obermowe, Herbert Richter, Reinhard Tiemann, Hansi Obermowe, Dirk Jonas und Dr. Tim Ostermann. Foto: Jürgen Gebhard

Ratsherr Hans-Georg König wollte noch wissen, ob Brinkhaus nach der Landtagswahl in Sachsen dort mit einem AfD-Ministerpräsidenten rechne. »Ich glaube, dass die CDU stärkste Partei wird« – und im übrigen arbeite die CDU weder mit der AfD noch mit der Linken zusammen. Drei Aufgaben, die andere gar nicht oder weniger gut beherrschten, habe die Politik, sagte Brinkhaus: 1. Das Land am Laufen halten; 2. Das Land in die Zukunft hineinführen und 3. Das Land zusammenhalten.

Als Abgeordneter aus Gütersloh vertritt Brinkhaus auch den Kreis Herford. Seit Donnerstagvormittag ist er im Rahmen seiner Sommertour hier unterwegs. Zum Auftakt hatte er die Firma Kemena Logistikkonzepte in Löhne besucht, anschließend war er im Feuerwehrmuseum Kirchlengern, danach in Exter und am Abend bei der Jungen Union. Für heute sind in Herford ein Treffen mit Landfrauen und unter dem Motto »Kultur trifft Politik« eine weitere Gesprächsrunde vorgesehen.

Verein hat 300.000 Euro investiert

Auf Initiative der Vlothoer CDU-Fraktionschefin Julia Dowe hatte Kreisvorsitzender Dr. Tim Ostermann Brinkhaus zum Reit- und Fahrverein nach Exter eingeladen. »Das hier ist ein Vorzeigeprojekt für das, was Ehrenamtler auf die Beine stellen können«, sagte die Kommunalpolitikerin.

Am gedeckten Tisch im Vereinslokal bei Schnittchen und Kaffee – das angebotene Bier lehnte der Gast ab – stellte Hansi Obermowe mit gewohnt locker-launigen Worten seinen Verein vor, der mit seinen 400 Mitgliedern und seinen hochkarätigen Turnieren zu den größten Reitvereinen in der Region gehöre. 300.000 Euro habe man in den vergangenen Jahren investiert, unter anderem in eine energiesparende LED-Hallenbeleuchtung, in einen modernen Außenplatz und jetzt gerade in die große Solaranlage, die Öko-Strom für insgesamt 160 Haushalte liefere. Der Eigenanteil an den Investitionskosten liege bei knapp 20 Prozent, ergänzte sein Sohn, Ratsmitglied Dr Tim Obermowe. Fußballvereine seien bei Platzsanierungen finanziell im Vorteil.

Die Jugend sei wichtig für den Verein. Durch ein Pferd erhielten schon Kinder einen direkten Bezug zur Natur und sie lernten früh, Verantwortung zu übernehmen. Ohne den Reitsport, gebe es Pferde wohl bald nur noch im Zoo, meinte der Vereinsvorsitzende.

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