Vlothoer Gymnasiastin Nele Söffker erhält Stipendium für Meeresbiologie-Forschungsprojekt
Expedition zu den Azoren

Vlotho (WB). Meeresbiologie steht im Fokus der zehntägigen Forschungsexpedition auf die Azoren, zu der die 16-jährige Gymnasiastin Nele Söffker am 21. Juni startet. Die Forschungsreise wird von der Jugend- und Managementstiftung in Heidelberg angeboten und für Nele von der Stiftung Bildung zur Förderung Hochbegabter finanziert. Gründer der Stiftung ist Unternehmer Martin Kannegiesser.

Dienstag, 04.06.2019, 13:00 Uhr
Ihren Forschungstrip stellte Nele Söffker (vorn) gemeinsam mit Guido Höltke, Ingrid Pieper-von Heiden. Michael Fißmer und Dr. Julia Ruprecht (von links) vor.

Als Vorstandsvorsitzende der Stiftung Bildung präsentierte Ingrid Pieper-von Heiden im Konferenzraum der Firma Kannegiesser in Hollwiesen gemeinsam mit Nele Söffker, Schülerin am Weser-Gymnasium (WGV), Schulleiter Guido Höltke, WGV-Pädagogin und Koordinatorin Begabtenförderung Dr. Julia Ruprecht sowie Bürgermeister-Vertreter Michael Fißmer das Forschungsprojekt. Dr. Julia Ruprecht hat das WGV-Projekt Forschungsexpeditionen initiiert.

Tauchschein für den Atlantik

»Die Expedition richtet sich an besonders begabte Schüler, die von ihrer jeweilige Schule eine entsprechende Empfehlung erhalten haben«, berichtete Ingrid Pieper-von Heiden über das Prozedere zur Teilnahme. »Ich habe mich erfolgreich beworben bei der Stiftung Bildung und bei der Jugend- und Managementstiftung«, erzählte Nele hocherfreut.

Außer hohem naturwissenschaftlichem Interesse bringt Nele wichtige Voraussetzung für die Forschungsexpedition mit insgesamt 15 bis 20 Teilnehmern mit: Sie besitzt einen Rettungsschwimmerschein, leistet für die DLRG ehrenamtlich Badeaufsicht im Valdorfer Waldfreibad und absolviert für den herausfordernden Forschungseinsatz einen Tauchschein für den Atlantik. »Für den Rettungsschwimmerschein habe ich aktuell meinen Erste-Hilfe-Kurs aufgefrischt. Das ist alljährliche Voraussetzung für die Badeaufsicht«, sagte sie.

Digitale Kompetenzen

Darüber hinaus bildet sie sich in digitalen Kompetenzen fort: »Die Kenntnisse benötige ich unter anderem für meine täglichen Berichte und für die Rückmeldung von Forschungsergebnissen in die Heimat.« Auch für den nach der Rückkehr anstehenden Vortrag vor den Bio-Kursen im WGV und zur Bewältigung weiterer Präsentationen müsse ihr Umgang mit digitalen Medien perfekt sein. »Ich bin total gespannt auf die Delfin- und Walforschung, auf die geplanten Gesteinsproben vom Vulkan Pico und auf die Teamarbeit«, sagte Nele Söffker.

Auf den Azoren an Ort und Stelle in der Praxis zu beobachten, wie bedrohlich die Folgen von Plastikverbrauch und weiterer Umweltverschmutzung sind, sei für sie eine wichtige Bereicherung ihres Wissens.

Am 20. Juni reist die jung Frau nach Heidelberg, am 21. dann auf die Azoren. »Dort werden ehemalige Walfangvorrichtungen nun für Forschungszwecke genutzt«, wusste Dr. Julia Ruprecht durch einen eigenen Aufenthalt dort. Sie sei total gespannt, was Nele über das Singen von Walen zu berichten habe: »Das ist hoch interessant. Die Wale haben sogar Dialekte.«

Als eine Bereicherung des pädagogischen WGV-Angebots und auch für Vlotho bewerteten Guido Höltke und Michael Fißmer die Forschungsexpedition. Nele wird mit Lena Voges, einer zweiten WGV-Schülerin, auf die Reise mit dem Fokus Meeresbiologie gehen.

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