Stadt Vlotho plant in diesem Jahr umfangreiche Sanierungsarbeiten
170.000 Euro für Spielplätze

Vlotho (WB). Die Stadt Vlotho möchte in diesem Jahr in die Kinderspielplätze investieren. Mit dem Haushalt 2019 sollen insgesamt 170.000 Euro zur Verfügung gestellt werden. Der Kinderschutzbund begrüßt diese Investitionen.

Donnerstag, 07.02.2019, 05:04 Uhr aktualisiert: 07.02.2019, 05:20 Uhr
Der Spielplatz an der Königsberger Straße ist aus Sicherheitsgründen gesperrt. Foto: Jürgen Gebhard

170.000 Euro sind 100.000 Euro mehr als im Vorjahr. Kämmerin Livia Hantsche: »Mit diesem Geld sollen unsere Kinderspielplätze auf Vordermann gebracht werden.«

Vor gut einem halben Jahr hatte Doris Piloth, Vorsitzende des Kinderschutzbundes, im Ausschuss für Schule, Jugend und Sport auf diverse Mängel und auf geschlossene Spielplätze hingewiesen. Die Grüne Liste und die SPD hatten dazu später Anfragen an die Verwaltung gestellt.

In der Ratssitzung legte Bürgermeister Wilken Rocco vor wenigen Tagen eine ausführliche Antwort vor. Er bezog sich dabei in erster Linie auf die von der SPD-Fraktion am 14. Dezember eingereichte schriftliche Anfrage. SPD-Fraktionsvorsitzender Guido Koch hatte gefragt: »Wie viele öffentliche Kinderspielplätze, auch auf Schul- und Kitagelände gibt es in der Stadt Vlotho? In welchem Zustand befinden sie sich derzeit? Welche Plätze sind für die Kinder noch gefahrlos zu bespielen? Welche konkreten Pläne bestehen seitens der Verwaltung für den weiteren Umgang mit Plätzen, gerade mit Blick darauf, dass manche von ihnen durchaus einige Jahre ungenutzt bleiben, dann aber wieder gut frequentiert sind?«

Insgesamt 26 Spielplätze

Nach Aussage des Bürgermeisters gibt es im Vlothoer Stadtgebiet insgesamt 26 Spielplätze, die öffentlich zugänglich sind. Mitgezählt sind auch die Spielplätze an den Grundschulen, die Skateranlage unter der Weserbrücke und die Calisthenicanlage am Parkplatz Herrenwiese. Alle Plätze würden regelmäßig »auf der Grundlage einer Dienstanweisung« durch eine Fachkraft des Bauhofs auf sicherheitsrelevante Mängel geprüft. Aktuell seien gesperrt die Plätze Sanders Wiese, Königsberger Straße, Milanweg und Fliederstraße.

Der Spielplatz Sanders Wiese werde im laufenden Jahr durch den Bauhof saniert. Der aus Sicherheitsgründen bereits gesperrte Spielplatz Königsberger Straße solle während der bevorstehenden Baumaßnahme als Lagerstätte für Baumaterial genutzt und ab Frühjahr 2021 wieder hergestellt werden. Am Milanweg müsse ein Spielgerät repariert und ein anderes aufgebaut werden. Auf dem Spielplatz Fliederstraße in Exter müsse der Fallschutz »nach und nach« erneuert werden. Bürgermeister Rocco Wilken in der Ratssitzung: »Alle anderen Plätze können genutzt werden.«

Auch wenn der »Nutzungsgrad variiere«, solle kein Spielplatz dauerhaft gesperrt oder ganz geschlossen werden. Wie bei Sanders Wiese sollten Spielplätze gegebenenfalls unter Beteiligung der Anwohner um- oder neugestaltet werden.

»Eltern mit einbeziehen«

Der Bürgermeister abschließend zu diesem Thema: »Da sich auch das Spielverhalten der Kinder im Laufe der Zeit ändert, muss bei notwendigen Ersatzbeschaffungen genau geprüft werden, welche Geräte sinnvoll und notwendig sind, um die Wirtschaftlichkeit zu gewährleisten.« Dabei könne eine Beteiligung der Anwohner und der Nutzer hilfreich sein.

Die Vorsitzende des Vlothoer Kinderschutzbundes begrüßt es, dass nun Bewegung in das Thema kommt: »Wir freuen uns, dass jetzt ein großer Betrag in den Haushalt eingestellt werden soll.« Bei den anstehenden Arbeiten sollten die Eltern einbezogen werden: »Es müssen nicht immer die teuren Standard-Spielgeräte sein. Eltern haben oft sehr kreative Ideen.«

Kommentar

Vlothos Kinderspielplätze sind nicht im besten Zustand und einige sind schon viel zu lange gesperrt. Da ist es gut, dass der Kinderschutzbund mit seiner Anfrage einiges ins Rollen gebracht hat. Die Verwaltung hat ihre Hausaufgaben gemacht, sie hat im Rat alle Fragen umfassend beantwortet und ist bereit, sehr viel Geld in die Hand zu nehmen. Der Haushalt für das Jahr 2019 ist zwar noch nicht eingebracht und die 170.000 Euro stehen erst einmal nur auf dem Papier. Doch die Familien in Vlotho dürfen sich jetzt schon freuen, denn eines ist sicher: Diese Investition in unsere Kinder wird keine Fraktion in der Haushaltsdebatte ablehnen. Jürgen Gebhard

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6374293?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198393%2F2514631%2F
Hart, aber unvermeidbar
Auch im Sport gelten von Montag an extreme Einschränkungen. Foto: Klaus Münstermann
Nachrichten-Ticker