190 Vlothoer Kunden von BEV-Insolvenz betroffen – Stadtwerke und E.ON springen ein
Versorgung gesichert

Vlotho (WB). Die Bayerische Energieversorgungsgesellschaft (BEV) ist insolvent und hat die Strom- und Erdgaslieferung an seine 500.000 Kunden in Deutschland eingestellt. Auch in Vlotho sind davon rund 140 Stromkunden sowie 50 Gaskunden betroffen.

Mittwoch, 06.02.2019, 08:27 Uhr aktualisiert: 06.02.2019, 09:38 Uhr
Nach der Insolvenz der BEV springen Stadtwerke Vlotho (Gas) und E.ON (Strom) als Grundversorger ein. Foto: dpa

Diese müssen jedoch nicht fürchten, dass bei ihnen bald keine Energie mehr fließt. Sowohl die Stadtwerke Vlotho für die Gaslieferung als auch E.ON für die Stromlieferung fangen sie als Grundversorger in der Ersatzversorgung auf und stellen die Versorgung jederzeit sicher.

»Die Kundinnen und Kunden der BEV fallen automatisch in die Ersatzversorgung und werden in diesem Fall von den Stadtwerken mit Erdgas und von E.ON mit Strom beliefert«, berichten die Geschäftsführer Bernd Adam und Hans-Hermann Staasmeier. »Diese Kundinnen und Kunden schreiben wir nun an und erklären ihnen, wie es für sie rund um die Energieversorgung weitergehen kann.» Es bestehe die Möglichkeit, sich individuell beraten zu lassen.

»Geldverluste möglich«

»Scheinbar attraktive Preise und hohe Bonuszahlungen: Mit diesen Vorzügen versuche so manches Energieversorgungsunternehmen, im Marktgeschehen zu punkten. Ein Geschäftsmodell, das die günstigen Anbieter auf Dauer kaum durchhalten können, warnen Verbraucherschützer«, heißt es in einer Mitteilung der Stadtwerke. Auch 2018 seien einige dieser Unternehmen pleite gegangen: Enversum, Care Energy, die Energieagenten oder die Deutsche Erdgashandels GmbH (DEG).

Die etwa 190 von der BEV-Insolvenz betroffenen Kunden aus Vlotho müssen, so die Stadtwerke, möglicherweise nun auch um Geldverluste bangen: Diejenigen, die weniger Strom oder Gas genutzt haben als ihre Abschlagszahlungen vorsahen, könnten wohl kaum mit einer Rückzahlung rechnen. Zudem sei beim Vertragsabschluss ein hoher Bonus versprochen worden. Es sei fraglich, ob dieser im Insolvenzverfahren ausgezahlt werden könne.

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