Vlothos Synodaljugendreferent Hans-Ulrich Strothmann verabschiedet
Viele gute Erinnerungen

Vlotho (WB). Der ehemalige Synodaljugendreferent des Evangelischen Kirchenkreises Vlotho, Hans-Ulrich Strothmann, ist in den Ruhestand gegangen. Bei seiner Abschiedsfeier in der Valdorfer Kirche waren Gäste aus ganz Deutschland da, um dem 63-Jährigen für 36 Jahre Jugend- und Sozialarbeit zu danken.

Mittwoch, 06.02.2019, 04:58 Uhr aktualisiert: 06.02.2019, 09:46 Uhr
Superintendent Andreas Huneke (rechts) spricht beim Festgottesdienst in der Valdorfer Kirche Hans-Ulrich Strothmann seinen Dank aus. Foto: Frank Lemke

»Er hat sich mit sehr viel Liebe und Engagement für unsere Kinder und Jugendlichen eingesetzt«, sagte Superintendent Andreas Huneke. Hans-Ulrich Strothmann sei ein nachdenklicher, tiefer und zugleich offener Charakter mit großem Herz, dessen Familie ihn bei seiner Arbeit stets unterstützt habe. Allen bleibe er in guter Erinnerung. Vielen Jugendlichen habe er geholfen, zu festen Persönlichkeiten zu werden.

Die Band »Crossin« – sie präsentierte den neuen Kirchentags-Song – sowie der Posaunenchor Valdorf begleiteten den Festgottesdienst in der Valdorfer Kirche musikalisch. Mitglieder von Ten-Sing und andere junge Leute überraschten mit einem Flashmob – er endete mit Monty Pythons bekannter Liedzeile »Always look on the bright side of life«. Mehr als 200 Gäste nahmen an dem Festgottesdienst teil. Anschließend feierten sie im Gemeindehaus weiter und erinnerten sich an die vergangenen 36 Jahre.

Hans-Ulrich Strothmann hat als Leiter des Evangelischen Jugendreferates im Kirchenkreis Vlotho und des EKJZ-Valdorf viel bewegt. Er vernetzte Gemeinden, bildete Gremien, pflegte internationale ökumenische Beziehungen, gründete den Ten-Sing, organisierte das Konfi-Camp und vieles mehr. Das alles wurde in Ansprachen und Grußworten herausgestellt.

Seine Arbeit trägt Früchte

Die Freunde Nils Holtkamp (45), Sebastian Kusche (33), Gesa Kühme (35) und Kristina Voß (34) aus Vlotho sind Teil dessen, was Hans-Ulrich Strothmann in den Jahrzehnten bewirkt hat: »Er hat uns Vertrauen in uns und in andere gegeben. Was wir in unserer Jugend dank seiner Arbeit an Erfahrungen machen konnten, trägt uns bis heute durch das Leben«, sagte Gesa Kühme. »Er hat Freiräume geschaffen, in denen wir uns entfalten konnten«, sagte Sebastian Kusche. Es sei stets alles da gewesen: Spiele, Angebote, Ausrüstung, Kontakte, seelische Unterstützung. Wenn etwas nicht funktionierte, habe sich Hans-Ulrich Strohmann an der Bibel orientiert.

Immer für die Gemeinschaft da

»Welche ist die unangenehmste Aufgabe, die keiner machen will? Ich übernehme sie«, habe er gesagt und habe möglich gemacht, was anderen vorher unmöglich erschienen sei. »Er war immer für die Gemeinschaft da, so dass jeder seinen Platz im Leben finden konnte«, sagte Kristina Voß. Hans-Ulrich Strohmann habe oft weit im Voraus gedacht.

Er organisierte Angebote wie Pizza backen, Kerzen gießen, T-Shirts batiken, Fahrten nach Norwegen oder Kanutouren. »Keine Ahnung, wo er das alles hergenommen hat. Hans-Ulrich hatte immer etwas auf Lager. Wir konnten in einer harmonischen Gemeinschaft das Leben entdecken«, sagte Nils Holtkamp.

Bei der Feier im Gemeindehaus sprachen zahlreiche Gruppen, Pfarrer, Würdenträger und Jugendliche ihren Dank aus. Die Nachfolge von Hans-Ulrich Strothmann hat Katrin Eckelmann angetreten. Die 47-Jährige aus Werther übernimmt gewachsene Strukturen, in denen sie Kinder und Jugendliche auf ihrem Weg in die Welt der Erwachsenen weiter unterstützten will.

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