Lehrer-Kollegium der Weser-Sekundarschule absolviert Erste-Hilfe-Fortbildung Für den Notfall gerüstet

Vlotho (WB). Das Gerangel beim Spielen oder Toben auf dem Schulhof oder ein Zweikampf beim Fußball- oder Handballspiel im Sportunterricht: Schnell ist es etwas passiert, ob Knöchel verstaucht, eine Platzwunde oder Nasenbluten. Darauf müssen gerade die Lehrer oder die Schulsanitäter in ihrem Alltag stets gefasst sein. Das Kollegium der Weser-Sekundarschule hat sich von Ausbildern des DRK in Sachen Erste Hilfe weiterbilden lassen.

Von Joachim Burek
Praktische Übungen stehen bei der Erste-Hilfe-Fortbildung auch im Mittelpunkt. Hier beobachtet Ausbilder Michael Bollmann, die Lehrer Nils Büscher, Angelika Möller und Achim Stute (von links) bei der Versorgung von »Patient« Barbara Herbeck.
Praktische Übungen stehen bei der Erste-Hilfe-Fortbildung auch im Mittelpunkt. Hier beobachtet Ausbilder Michael Bollmann, die Lehrer Nils Büscher, Angelika Möller und Achim Stute (von links) bei der Versorgung von »Patient« Barbara Herbeck. Foto: Joachim Burek

»Den Wunsch nach einer solchen intensiven Erste-Hilfe-Fortbildung hatte das Kollegium schon lange. Daher hatte die Steuergruppe des Schule nun die Fachleute vom DRK-Kreisverband Herford-Land eingeladen, diese schulinterne, ganztätige Lehrerfortbildung (›Schilf‹) abzuhalten«, berichtet Schulleiterin Barbara Herbeck.

Vorbildliche Lehrer

Insgesamt 40 Lehrerinnen und Lehrer der Weser-Sekundarschule hatten an diesem Kursus teilgenommen. DRK-Ausbilder Michael Bollmann, der mit seinem Kollegen Timo Hanisch die Schulung vornahm, war dann auch voll des Lobes: »Das eine Schule alle seiner Lehrer in Erster Hilfe ausbilden beziehungsweise fortbilden lässt, ist nicht die Regel und schon sehr vorbildlich.«

Ausgerüstet mit Material für den Notfall ist die Schule bereits bestens. Es gibt ausreichend Verbandskästen, einen Defibrillator, Brandschutzdecken sowie in den Chemiefachräumen Augenduschen. Die Hausmeister und die Sekretärinnen sind als Ersthelfer ausgebildet und auch speziell die Sportlehrer werden alle zwei Jahre geschult.

Theorie und Praxis

Der Fortbildungslehrgang für die Lehrer war zunächst in einen theoretischen und dann einen praktischen Teil untergliedert. Im praktischen Teil mussten die Lehrer dann die richtige Anwendung der Theorie unter Beweis stellen. Dabei ging es natürlich um den Einsatz des Früh-Defibrillators, der selbsterklärend Anweisungen zur Handhabung bei der Herz-Lungen-Wiederbelebung gibt, oder wie man sich bei einem verunglückten Rollerfahrer bei der Abnahme des Helms verhält.

Wichtige Grundregeln

Darüber hinaus machten die Ausbilder die teilnehmenden Lehrer unter anderem mit folgenden wichtigen Grundregeln bei der Erstversorgung vertraut: 1. Ruhe bewahren. 2. Ansprache des Betroffenen/Erkennung der Verletzung, fragen, ob der Betroffene Medikamente nimmt. 3. Erstversorgung einleiten, wenn notwendig, zum Beispiel bei Bewusstlosigkeit, den Betroffenen in die stabile Seitenlage bringen. 4. bei starken Blutungen: Blutung stoppen/Druckverband anlegen. 5. Erkennen, ob je nach Schwere der Verletzung der Rettungswagen zu alarmieren ist. 6. Die Eltern/Familie des Betroffenen informieren.

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