Vlotho erlässt eine Benutzungsordnung für Wohnmobilisten Gratis-Stellplätze im Hafen

Vlotho (WB). Wohnmobile dürfen weiterhin kostenfrei für wenige Tage im Vlothoer Hafen abgestellt werden. Das hat der Ausschuss für Gebäudemanagement beschlossen.

Von Jürgen Gebhard
Die Wohnmobile dürfen umsonst im Vlothoer Hafen parken. Die Gebühren für Wasser und Strom werden angehoben.
Die Wohnmobile dürfen umsonst im Vlothoer Hafen parken. Die Gebühren für Wasser und Strom werden angehoben. Foto: Jürgen Gebhard

Die neue Benutzungsordnung für das Hafengebiet begrenzt die Verweildauer der Wohnmobile auf maximal drei Übernachtungen am Stück. Eine erneute Nutzung ist erst nach einer Pause von 14 Tagen erlaubt. Mit der neuen Benutzungsordnung wolle man niemanden »maßregeln«, sagte der stellvertretende Verwaltungschef Herbert Obernolte: »Wir wollen Regeln haben, falls sich jemand total daneben benimmt.« Um Touristen nach Vlotho und in die Innenstadt zu ziehen, habe man bewusst auf Parkgebühren verzichtet, sagte er.

Sechs Plätze für Wohnmobile

Nach der Benutzungsordnung stehen von April bis Oktober im Hafenbereich insgesamt sechs Wohnmobilplätze für touristische Zwecke zur Verfügung. Nicht verkehrstüchtige Fahrzeuge oder Zelte sind nicht erlaubt.

Der Arbeitskreis Hafen und die SPD hatten im Frühjahr den Antrag gestellt, eine Hafenordnung zu erlassen. Um einen unnötigen Verwaltungsaufwand zu vermeiden, ist jetzt auf die damals vorgeschlagenen Parkgebühren verzichtet worden. Stattdessen werden die Strom- und Wasserkosten an den Münz-Versorgungssäulen angehoben (Strom von 0,50 auf 1 Euro/Kilowattstunde; Wasser von 1 auf 2 Euro/100 Liter).

Sehr aktiver Arbeitskreis Hafen

Als Vertreter des »Arbeitskreises Hafen« hat Rolf Ruschemeier im Fachausschuss die Arbeit dieser Gruppe vorgestellt, die vor einigen Jahren in einem Stadtentwicklungs-Forum entstanden ist. Etwa zehn Personen kümmern sich in dieser Gruppe ehrenamtliche mit Instandsetzung-, Renovierungs- und Verbesserungsmaßnahmen im Hafen, sagte er. Als Beispiele nannte Ruschemeier unter anderem: das Streichen der Holzabgrenzungen zwischen Wiese und Fluss, das Begrünung des Technikhauses, das Einwerben von Spenden für Bänke, das Aufstellen des vom Fluss aus sichtbaren Vlotho-Begrüßungsschildes und des Begrüßungsschildes am Anleger, die Beschaffung von Mülltonnen oder auch die Reinigung der Natursteinmauer der Eisenbahnunterführung.

Angebot zur Freizeitgestaltung

Ein vom Arbeitskreis verfasstes Positionspapier beschäftige sich mit der Weiterentwicklung des Geländes. Ergebnis: Auf große Projekte wie ein Café-Schiff oder ein Bistro solle verzichtet werden. Der Hafen solle sich vielmehr weiterhin als ehemalige Industrieanlage präsentieren und möglichst vielen Nutzern zur Freizeitgestaltung zur Verfügung stehen.

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