»Dirty Chucks« drehen auf dem Abendmarkt Video für den neuen Vlotho-Song
Liebeslied für die Heimatstadt

Vlotho (WB). Wenn sie auf der Bühne stehen, leiden die »Dirty Chucks« nicht unter einem Mangel an Selbstbewusstsein. Doch mit einem solchen Andrang zu ihrem Videodreh auf dem Abendmarkt hatten Christoph Marten und Dominik Nobbe nicht gerechnet. Mehr als 60 Vlothoer zwischen vier und über 70 Jahren haben sich vor ihre Kamera gestellt. Das Video kann ab Freitag im Netz bestaunt werden.

Donnerstag, 05.10.2017, 07:00 Uhr aktualisiert: 06.10.2017, 09:21 Uhr
Bürgermeister Rocco Wilken ist einer von mehr als 60 Vlothoern, die in dem Musikvideo der »Dirty Chucks« mitrappen. Christoph Marten (links) und Dominik Nobbe sorgen dafür, dass jeder seinen Text auch parat hat. Foto: Heike Pabst

»DreiZweiSechsNullZwei« heißt das Liebeslied, das die beiden Musiker ihrer Heimatstadt Vlotho gewidmet haben . Am Samstag spielten sie es erstmals live auf dem Hochfrequenz-Festival in der Kulturfabrik. Um für das dazugehörige Video eine möglichst entspannte Atmosphäre für alle Beteiligten zu erhalten und sich logistische Probleme zu ersparen, drehten Nobbe und Marten auf dem Abendmarkt. In einem schwarzen Zelt hatten sie eine Dialeinwand aufgestellt und davor eine Kamera postiert.

Ein Song mit 48 Zeilen

Sie wollten möglichst viele Vlothoer am Video mitwirken lassen. »Wir haben 48 Zeilen und hoffen auf ebenso viele Mitwirkende«, sagte Dominik Nobbe im Vorfeld. Sie hatten auch einige Freunde gebeten, mitzumachen. Diese Sicherheitsmaßnahme wäre jedoch nicht nötig gewesen: Dass die Leute von dieser Idee so begeistert waren und sich schließlich deutlich mehr als gedacht beteiligten, überwältigte die »Dirty Chucks«. Dominik Nobbe: »Das lief echt Bombe.«

Der erste, der sich vor die Kamera stellte, war Thomas Sudeck aus Porta Westfalica. Auf die Frage, was ihm die »Chucks« für seine Teilnahme versprochen hätten, winkte er ab: »Mir braucht man nichts versprechen, ich bin immer da, wo die sind.« Der Fan der ersten Stunde trug sogar sein »Dirty Chucks«-Shirt und durfte das erste »Yeah« des Songs röhren. Danach ging es Schlag auf Schlag: kleine Kinder, Teenies und Erwachsene standen sogar Schlange.

Der Bürgermeister singt mit

Jeder bekam eine Zeile zugeteilt und sollte die Lippen zum Playback bewegen, während Christoph Marten oder Dominik Nobbe hilfreich einen Zettel mit dem Text hochhielten. Das klappte fast immer sofort, nur gelegentlich mussten die »Dirty Chucks« eine zweite oder dritte Aufnahme machen. Verse wie »Hier gibt’s keine Disse, keinen Club und keine Bar, doch wir tanzen auf dem Sommerfelder Platz das ganze Jahr« schallten durch die Innenstadt.

Das Tempo des Hiphop-Sprechgesangs in »DreiZweiSechsNullZwei« ist relativ hoch. Nicht jeder war daran gewöhnt und bei den Aufnahmen gab es viel Gelächter. »Es ist leichter, wenn man den Text doch laut mitsingt«, stellte eine Mitwirkende fest. Auch Bürgermeister Rocco Wilken war dabei und rappte: »Dirty Chucks, alles klar, endlich sind wir wieder da«.

Ein Nachdreh erforderlich

Schließlich waren alle Verse im Kasten. »Wir müssen lediglich einen kleinen Nachdreh machen«, kündigte Dominik Nobbe anschließend an. Nobbes alte Freundin Jessy, die verhindert war, aber im Song erwähnt wird, ist nachträglich zur Aufnahme gebeten worden. Das lange Wochenende haben Nobbe und Marten dazu genutzt, das gefilmte Material zum Video zusammenfügen. Nobbe verspricht: »Das Endergebnis wird ab Freitag, 6. 10., ab 6.10 Uhr über den Äther flimmern« – dann wird das Video auf Youtube und Facebook veröffentlicht.

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