Jugendliche aus den Kirchenkreisen Vlotho und Tambarare bei »Weite wirkt« Die Botschaft der Kleidung

Vlotho(WB). Gemeinsam mit Schülern des Vlothoer Weser-Gymnasiums beteiligen sich die Gäste aus dem Kirchenkreis Tambarare am kleinen Kirchentag in Halle. Auf dem »Markt der Möglichkeiten« stellen sie die Ergebnisse eines gemeinsamen Workshops vor.

Von Jürgen Gebhard
In einem Workshop im Vlothoer Weser-Gymnasium beschäftigen sich die Schüler aus Deutschland und aus Tansania mit der Wirkung von Kleidung. Ihre Ergebnisse stellen sie in Halle beim Kirchenfestival »Weite wirkt« vor.
In einem Workshop im Vlothoer Weser-Gymnasium beschäftigen sich die Schüler aus Deutschland und aus Tansania mit der Wirkung von Kleidung. Ihre Ergebnisse stellen sie in Halle beim Kirchenfestival »Weite wirkt« vor. Foto: Jürgen Gebhard

Dabei geht es um die  Kleidung, die Menschen in Europa und in Afrika tragen. Im Workshop haben die deutschen Schüler afrikanische Kleider getragen. Die afrikanischen Schüler sind ohnehin ziemlich europäisch gekleidet. Einmal mehr haben sie festgestellt, dass Kleidung ausgrenzen oder verbinden kann. Schuluniformen, wie sie in Tambarare üblich sind, helfen dabei, Unterschiede zu verdecken, berichten die Gäste.

Fotos in afrikanischer Kleidung

»Afrikanische Kleidung sieht oft wunderschön aus, aber sie kann auch eine Hemmschwelle sein, wenn man miteinander ins Gespräch kommen will«, weiß Studiendirektorin Sigrid Knollmann. Gemeinsam mit dem Loher Pfarrer Markus Freitag betreut sie den Workshop und den Stand beim »Markt der Möglichkeiten« des Kirchenfestivals »Weite wirkt«.

In Halle zeigen die jungen Leute, was sie zum Thema erarbeitet haben. Die Besucher können sich in afrikanischer Kleidung fotografieren lassen, um dabei, so Pfarrer Markus Freitag, »die Botschaft der Kleidung zu reflektieren«.

Untergebracht in Gastfamilien

Die vier jungen Männer und die zwei jungen Frauen aus dem Partnerkirchenkreis Tambarare sind wie auch der sie begleitende Pastor in Familien untergebracht. Eine der Gastgeberinnen ist Leona Althoff (17). Ihre Familie hat Oberstufenschülerin Veronica (19) und ein anderes Mädchen für einige Tage aufgenommen. »Beide sind total offen«, freut sich Leona. Veronica interessiert sich besonders für das für sie völlig ungewohnte deutsche Schulsystem. Mit Leonas Großeltern war sie gerade einkaufen. Nach der Schule lernt sie in ihrer Gastfamilie das Familienleben kennen. »I feel like home«, ich fühle mich zuhause, sagt sie.

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