Bürgerbahnhofsverein und Genossenschaft kritisieren Stadtverwaltung Warten auf das Startsignal

Vlotho(WB). »Der Bahnhof verfällt und die machen nix.« Das, sagt Dr. Jan Knoop, denken viele Vlothoer über den Bürgerbahnhofsverein (BBV) und die Genossenschaft. Aus Sicht des Aufsichtsrates ist das nicht fair: »Ohne einen Vertrag zur Besitzübertragung sind uns die Hände gebunden.« Auf dieses Schriftstück warte die Genossenschaft schon seit Monaten.

Von Heike Pabst
Bürgerbahnhofsverein und Genossenschaft haben sich aus ihrer Sicht bislang mit aller Kraft für den Bahnhof eingesetzt – wie bei dieser Aufräumaktion im September 2015. Doch für alle weitergehenden Sanierungen fehle, bemängeln sie, die Rechtsgrundlage.
Bürgerbahnhofsverein und Genossenschaft haben sich aus ihrer Sicht bislang mit aller Kraft für den Bahnhof eingesetzt – wie bei dieser Aufräumaktion im September 2015. Doch für alle weitergehenden Sanierungen fehle, bemängeln sie, die Rechtsgrundlage. Foto: Heike Pabst

Vlothos baufälliges Bahnhofsgebäude sollte abgerissen werden. Einen entsprechenden Beschluss dazu hob der Stadtrat am 3. Juli 2014 aber wieder auf. Stattdessen entschieden die Lokalpolitiker: »Nach Gründung der Genossenschaft wird dieser Genossenschaft das Grundstück Bahnhof Vlotho durch notariellen Vertrag zunächst in Besitz übergeben.«

Dieser Vertragsschluss steht immer noch aus. Eine erste Version wurde Anfang dieses Jahres von beiden Seiten abgelehnt.

»Keine Notwendigkeit« für neuen Ratsbeschluss

Unverständnis macht sich in den Reihen der BBV-Mitglieder breit. Für einige von ihnen steht der Verdacht im Raum, die Verwaltungsspitze wolle die Sanierung des historischen Bahnhofs gar nicht mehr realisieren. Der Verdacht sei durch Aussagen von Mitarbeitern der Verwaltung und von Bürgermeister Rocco Wilken genährt worden. Sie hatten am 31. März einen öffentlichen Stammtisch der Bahnhofsfreunde im »Alt Heidelberg« besucht und dabei Stellung zum Projekt bezogen.

»Uns wurde vorgeworfen, seit dem Ratsbeschluss sei zuviel Zeit vergangen, in der nichts geschehen wäre«, sagt BBV-Vorsitzende Sabine Harthun. »Und uns wurde nahegelegt, einen neuen Ratsbeschluss anzustreben.« Aus Sicht des BBV bestehe dafür keinerlei Notwendigkeit, da der einstimmige Ratsbeschluss vom 3. Juli 2014 noch immer Rechtsgültigkeit habe. Es sei nun an der Stadtverwaltung, ihren Teil des Beschlusses umzusetzen.

Den ausführlichen Bericht lesen Sie am Donnerstag, 28. April, im WESTFALEN-BLATT, Ausgabe Vlotho.

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