Hans-Dieter Meyer zu Düttingdorf veröffentlicht neues Buch – Lesung in Spenge
Ein Bernstein gibt Rätsel auf

Spenge/Brandenburg (WB) -

Mitte des Monats ist es soweit: Der neue Roman von Hans-Dieter Meyer zu Düttingdorf hält Einzug in die Regale der Buchhandlungen.

Freitag, 05.03.2021, 05:25 Uhr aktualisiert: 05.03.2021, 05:30 Uhr
Mitte des Monats erscheint Meyer zu Düttingdorfs neuer Roman „Das Bernsteinmädchen“. Am 29. Oktober ist eine Lesung in Spenge geplant. Foto: Christoph Freytag

„Das Bernsteinmädchen“ lautet der Titel des dritten, im Aufbau-Verlag erschienenen Werks des in Spenge-Bardüttingdorf aufgewachsenen Wahl-Brandenburgers. Wie schon in den Vorgängerromanen „Das Bandoneon“ und „Unsere Seite des Himmels“ ist es eine Familiensaga mit greifbaren Charakteren und spannendem Plott, die Meyer zu Düttingdorf, den Spengern besser bekannt als „Hadi“, kreiert hat. Abermals steht die Suche nach der eigenen Herkunft im Fokus.

Und darum geht es in „Das Bernsteinmädchen“: Die Argentinierin Helena verliebt sich in den deutschen Matrosen Karl und folgt ihm 1938 nach Mecklenburg-Vorpommern, genauer gesagt: nach Neu Boltenhagen. Als ihr Liebster dann in den Zweiten Weltkrieg ziehen muss, sieht sich Helena allein mit ihren Schwiegereltern auf einem Hof irgendwo im Nirgendwo.

70 Jahre später kommt ihrem in Buenos Aires lebenden Sohn Robert ein merkwürdiges Vermächtnis seiner Mutter zu, das ihn dazu bewegt, schließlich die Heimat seines Vaters aufzusuchen. Auf dem Friedhof des Dorfs macht Robert eine merkwürdige Entdeckung, die ihm nur noch mehr offene Fragen zur Vergangenheit seiner Familie beschert.

Auf mehr als 300 Seiten erzählt der in Bielefeld geborene Unternehmenscoach und Hochschuldozent Dr. Meyer zu Düttingdorf eine Geschichte von Heimat und Identität, von Liebe und dem wohl dunkelsten Kapitel deutscher Geschichte.

„Ich habe keine konkrete Antwort darauf, warum die Zeit des Dritten Reichs mich so packt“, sagt der Autor dazu. „Es mag an meinem Vater liegen, der die Zeit als junger Mensch miterlebte und uns Kindern dankenswerter Weise so viel davon erzählt hat.“

Dass auch in „Das Bernsteinmädchen“ Deutschland und Argentinien als Schauplätze des Geschehens gewählt worden sind, hat weniger mit der historischen Tatsache zu tun, dass das südamerikanische Land freundschaftliche Beziehungen zum nationalsozialistischen Deutschland unterhielt und nach Kriegsende Zufluchtsstätte für viele deutsche Nazi-Funktionäre wurde. Meyer zu Düttingdorf nennt das Herkunftsland seines Lebenspartners Juan Carlos Risso mittlerweile längst auch seine zweite Heimat.

„Diesmal ist die Geschichte inspiriert von einer tatsächlichen Begebenheit“, verrät der 53-Jährige. Den Protagonisten seines Buchs gebe es wirklich. Es sei ein Freund seines Partners, der in Argentinien lebe, aber mit seiner argentinischen Mutter seine frühe Kindheit in Deutschland verbracht habe. Dieser spreche auch Deutsch. „Allerdings ein merkwürdig antiquiertes, weil er es seit Jahrzehnten nicht mehr weiterentwickelt hat.“

Im Fall des Freundes habe es ein Happy-End gegeben. Aber welche Überraschungen die Geschichte der Romanfigur Robert noch bereit hält, wird an dieser Stelle noch nicht verraten. Das können Interessierte selbst nachlesen.

„Das Bernsteinmädchen“ ist in allen stationären und Online-Buchhandlungen erhältlich. Wer sich gern vorlesen lässt, darf sich schon jetzt auf den 29. Oktober freuen, wenn „Hadi“ auf Einladung der städtischen Abteilung für Kultur für eine Lesung die alte Heimat besucht. Genauere Informationen zur Veranstaltung folgen.

 

Hans Meyer zu Düttingdorf: Das Bernsteinmädchen; ISBN: 9783746637525, Verlag: Aufbau-Taschenbuch; 384 Seiten; 13 Euro als Taschenbuch, auch für Kindle erhältlich.

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