Nach Raubdelikt auf dem nahe gelegenen Spielplatz in Spenge
UWG will ZOB überwachen lassen

Spenge (WB) -

Nach dem Angriff auf zwei Jugendliche, der sich am 30. Januar auf dem Spielplatz zwischen der Regenbogen-Gesamtschule und dem ZOB in Spenge abgespielt hat, plädiert die UWG-Fraktion dafür, den Bereich per Video überwachen zu lassen.

Donnerstag, 25.02.2021, 05:25 Uhr aktualisiert: 25.02.2021, 05:30 Uhr
Am ZOB in Spenge sind zuletzt zwei Jugendliche angegriffen und beraubt worden. Die UWG möchte derartige Straftaten per Videoüberwachung verhindern. Foto: Ruth Matthes

Fraktionsvorsitzender Ralf Kinnius brachte die Idee im jüngsten Hauptausschuss vor. Die Stadtverwaltung will nun prüfen, ob dies rechtlich überhaupt möglich ist.

Wie berichtet, kam es Ende Januar zu einer Auseinandersetzung , bei der zwei Jugendliche im Alter von 14 Jahren von einer größeren Menge Jugendlicher auf dem Spielplatz angegriffen wurden. Im Verlauf der Auseinandersetzung wurden unter anderem Jacken und Bargeld entwendet. „Inwieweit Waffen oder andere gefährliche Gegenstände eine Rolle spielen, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen“, hieß es damals im Polizeibericht.

Nach den aktuellen Stand gefragt, erklärte Polizeisprecher Uwe Maser, die Kollegen seien mitten in den Ermittlungen. Näheres könne er daher nicht öffentlich machen. Es handele sich jedenfalls um eine ernstzunehmende Raubstraftat.

„In der UWG hat das eine Diskussion darüber ausgelöst, wie man diesen Bereich, in dem es ja immer wieder zu Problemen kommt, sicherer machen kann“, erklärte Kinnius. Er verwies auf den Fall einer 17-Jährigen, die dort mit dem Motorrad verunglückte, weil Jugendliche dort reißfeste Bänder gespannt hatten, sowie auf Vandalismus an Bushaltehäuschen und den ZOB-Buchstaben. „Es kann nicht sein, dass wir einfach die Hände in den Schoß legen und nichts dagegen unternehmen, dass hier ein Angstraum entsteht“, so Kinnius. Eine Möglichkeit der Prävention sei nach Ansicht der UWG eine Videoüberwachung. Auch eine stärkere Polizeipräsenz sei wünschenswert. Die Verwaltung solle prüfen, ob man in Kooperation mit Polizei und Verkehrsbetrieben weiterkommen könne.

Bürgermeister Bernd Dumcke zweifelt, dass eine Überwachung rechtlich möglich ist. Er wolle jedoch von einem Juristen klären lassen, wie die Rechtslage aussieht. „Es hilft uns nichts, wenn wir eine Überwachungsanlage finanzieren und die Bilder dann juristisch nicht verwertbar sind.“ Aktuell kontrolliere ein Sicherheitsdienst den ZOB punktuell. Die personellen Kapazitäten der Polizei seien begrenzt.

Polizeisprecher Maser räumt dem Plan ebenfalls wenig Erfolgschancen ein: „Der Bereich ist nicht mehr von Kriminalität belastet als andere Bereich im Kreisgebiet. Wir haben hier keine Szene und keinen Hotspot.“

Kommentar

In Bünde wird angesichts der aktuellen Serie von Bränden und Sachbeschädigungen ebenfalls über eine Videoüberwachung diskutiert. Doch auch Bürgermeisterin Susanne Rutenkröger ist wenig optimistisch: Der Landrat habe bereits 2020 darauf verwiesen, dass dies ein starker Eingriff in die Persönlichkeitsrechte sei. Die Chancen für eine Videoüberwachung dürften im vergleichsweise friedlichen Spenge also gering sein. Das sollte den Rat aber nicht daran hindern, nach Ideen zu suchen, wie der ZOB sicherer werden kann.Ruth Matthes

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