Spenger Politik hat keine Einwände gegen Umnutzung einer Hofstelle zum Forstbetrieb – Klage anhängig
„Keine Holzverarbeitung im großen Stil“

Spenge (WB) -

Seit dem Sommer 2019 möchte das Ehepaar Nathalie und Philip Bender die Hofstelle vor der Höhe 5 von einem in einen forstwirtschaftlichen Gewerbebetrieb umwandeln. Wie berichtet, verzögert ein Rechtsstreit mit einer Gruppe von Anwohnern des Katzenholzes dieses Vorhaben.

Dienstag, 09.02.2021, 05:45 Uhr aktualisiert: 09.02.2021, 05:50 Uhr
Nathalie und Philip Bender renovieren derzeit das Wohnhaus (links), in das sie noch dieses Jahr ziehen wollen. Foto: Ruth Matthes

Obwohl das Urteil noch nicht vorliegt, haben die Benders einen Antrag auf Nutzungsänderung gestellt. Mit diesem musste sich der Spenger Ausschuss für Umwelt und Stadtentwicklung in seiner jüngsten Sitzung beschäftigen. Die Mitglieder sollten das gemeindliche Einvernehmen dazu erteilen, die Baugenehmigung muss der Kreis ausstellen.

Dieser habe bereits signalisiert, dass aus seiner Sicht nichts gegen die Pläne des Ehepaares spreche, erklärte Fachbereichsleiterin Sabrina Held. „Auch wir haben keine Einwände, da aus planungsrechtlicher Sicht alle Anforderungen an die Genehmigungsfähigkeit gegeben sind.“ Da keine weiteren öffentlichen Belange dem Vorhaben entgegenstünden, gebe es keinen Grund, das Einvernehmen nicht zu erteilen, erklärte Ralf Sieker (UWG). Dieser Einschätzung schloss sich der Ausschuss mit einer Enthaltung an, auch wenn André Schröder (Grüne) erklärte, er könne die Bedenken der Kläger nachvollziehen. Diese klagen beim Verwaltungsgericht Minden gegen den positiven Vorbescheid des Kreises zur Bauvoranfrage der Benders, weil sie befürchten, dass diese in großem Stil Holz verarbeiten und Hackschnitzel herstellen werden.

Philip Bender, der seit 14 Jahren mit seinem Forstbetrieb selbstständig ist, weist dies von sich . Er möchte mit seiner Familie in das Wohnhaus ziehen, in der großen Halle sollen die Forstmaschinen gewartet und repariert werden. Der Schwerpunkt seines Unternehmens liege in Servicetätigkeiten wie Baumfällungen und Holzernte. Diese Arbeiten würden in den Baumbeständen der einzelnen Auftraggeber durchgeführt, dort stünden auch die großen Maschinen. „In einer Menge von maximal 150 Festmetern soll Holz auf unserem Gelände gelagert und vor Ort einmal im Monat zu Brennholz verarbeitet werden. Die Lagerung erfolgt im ehemaligen Fahrsilo“, erklärt er. Weiterhin würden für die Heizung der gesamten Hofanlage zweimal pro Jahr Hackschnitzel aus dem Strauchwerk hergestellt, das zuvor auf der Hoffläche getrocknet werde soll. Der Verkauf von Brennholz nehme nur einen geringen Umfang ein. Es gebe keinen regelmäßigen Kundenverkehr.

Im Außenbereich soll die bestehende Betonfläche um eine gepflasterte neue Wendeschleife ergänzt werden, um ein Rangieren und Verladen der Forstmaschinen zu ermöglichen.

Die Benders hatten gehofft, bei einem Gespräch, das sie im Herbst mit 70 Nachbarn geführt hatten, alle Bedenken entkräften zu können, „doch die weiter entfernt wohnenden Kläger ließen sich nicht überzeugen, die näheren Nachbarn schon“, so der Forstwirt.

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