Jugendliche stellen ihre Ideen für ein lebenswertes Spenge vor
Drachen sollen Blücherplatz verschönern

Spenge (WB). Wie sähe dein Lieblingsort in Spenge aus, wenn du ihn nach deinen ganz persönlichen Vorstellungen gestalten könntest? Mit dieser Frage haben sich Jugendliche auseinandergesetzt.

Mittwoch, 28.10.2020, 05:40 Uhr
Jennifer Wacker hat gemeinsam mit Grafikdesignerin Sarina Eisenhofer erste Skizzen für die Drachen-Skulpturen gezeichnet. Die Figuren könnten vielleicht eines Tages am Brunnen auf dem Blücherplatz platziert werden. Auf ihrem Handyfoto hat Jennifer Wacker bereits die Stellen markiert, an denen die Drachen stehen könnten.

Im Rahmen des Wettbewerbs „Starte für deine Stadt“, ein Projekt des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe, des Kreises Herford, der Stadt Spenge und des Kultur- und Jugendzentrums Charlottenburg, warfen die jungen Frauen und Männer einen Blick auf ihren Heimatort – vor allem auf die vernachlässigten, weniger ansehnlichen Ecken. „Die Teilnehmer konnten uns Fotos von diesen Orten schicken und hatten während des Workshops Gelegenheit, ihre Ideen digital zu gestalten“, erklärt Diplom-Sozialpädagoge Alexander Karbouj, Mitarbeiter der Charlottenburg.

Grafik-Designerin erstellt Entwürfe

Jennifer Wacker hat den Brunnen am Blücherplatz ins Visier genommen. „Schon als Kind habe ich gerne dort gesessen und mein Eis gegessen oder die Füße ins Wasser baumeln lassen“, erinnert sie sich. Die Stadt Spenge will den Brunnen sowieso erneuern – da hat Jennifer Wacker eine besonders fantasievolle Idee: „Es könnten Drachenskulpturen rund um den Brunnen entstehen – zum Beispiel spielende Drachen oder eine Mama mit ihrem Kind. Das wäre sicherlich ein schöner Anblick“, sagt die junge Frau.

Mit der Bielefelder Grafik-Designerin Sarina Eisenhofer hat sie erste Entwürfe der Figuren gezeichnet. „Die Skizzen werden im Nachgang von mir noch digitalisiert, koloriert und als sogenanntes Mockup aufbereitet, so dass sie in ihrer zukünftigen Umgebung sitzen, damit der Betrachter es sich besser vorstellen kann“, erklärt Sarina Eisenhofer.

Kreative Einfälle für ihre Stadt haben (von links) Jessica Thun, Jennifer Wacker, Vivien Sophie Vogt, Timo Eilers, Alissa Friedrich, Samira Schäfers und Alexander Karbouj während eines Workshops gesammelt.

Kreative Einfälle für ihre Stadt haben (von links) Jessica Thun, Jennifer Wacker, Vivien Sophie Vogt, Timo Eilers, Alissa Friedrich, Samira Schäfers und Alexander Karbouj während eines Workshops gesammelt. Foto: Töbing

Von einem Indoor-Sportpark in der Turnhalle am Waldbad träumen Samira Schäfers und Alissa Friedrich. „Die Sporthalle wird nicht oft genutzt und müsste renoviert werden“, sagt Samira Schäfers. Ein Indoor-Sportplatz stelle eine gute Ergänzung zum nahegelegenen Waldbad dar.

Und wenn dann noch Jeremy Oldemanns Vorschlag auf Gehör stoße, auf dem Parkplatz des Waldbads einen Mini-Bike-Park zu errichten, könne das Areal zu einer Art „Jugendsport-Campus“ reifen, wie Alexander Karbouj betont. „Demnächst wird noch ein Drohnenpilot Luftaufnahmen von dem Gelände machen“, sagt er.

Ort zum Entspannen

Einen Ort zum Entspannen hingegen wünscht sich Vivien Sophie Vogt – und zwar am Ende des Lönsweges, wo sich eine heruntergekommene Toilettenanlage befindet. „Ich fände ein Upcycling-Café toll, mit alten Autoreifen als Sitzgelegenheiten beispielsweise, mit Weinranken, die sich ums Geländer schlängeln und mit vielen Fenstern“, erklärt die Jugendliche. Auch ein kleiner Spielplatz könne entstehen, damit auch Eltern mit ihren Kindern gerne vorbeikommen.

Bis Ende Februar sollen die Ideen reifen und digital in Szene gesetzt werden, um dann den Verantwortlichen der Stadt Spenge präsentiert zu werden. Vielleicht dienen einige der Vorschläge als Inspiration für mögliche Veränderungen.

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