Nach drei Jahren Bauzeit ist die Unterkunft an der Eschstraße fertig
Gerätehaus-Umbau wird zur Feuerprobe

Spenge (WB). Fast wäre der Feuerwehrmannschaft die Luft ausgegangen, erzählt Wehrführer Thomas Reschke. Drei Jahre hat der Umbau des Gerätehauses der Feuerwehr Spenge-Mitte gedauert – bei laufendem Betrieb. Für die Kameraden ein Kraftakt. Der hat mit der offiziellen Übergabe des symbolischen Schlüssels am Dienstag ein glückliches Ende gefunden.

Mittwoch, 09.09.2020, 21:00 Uhr

Alles riecht noch wie neu im Feuerwehrgerätehaus Spenge-Mitte. Das Gebäude wurde umgebaut und modernisiert. 1,4 Millionen Euro haben die Baumaßnahmen gekostet, die zu etwa 100 Prozent aus Landesmitteln aufgebracht werden konnten. „Es ist erkennbar, dass das Geld gebraucht und gut verwendet worden ist“, erklärt Bürgermeister Bernd Dumcke.

Umkleidebereiche

Insgesamt drei Jahre haben die Bauarbeiten gedauert, drei Jahre zuvor war mit der Planung begonnen worden. Jetzt sind im Neubau des Gerätehauses die Werkstätten modernisiert worden und haben an Lagerplatz gewonnen; Stabsraum und Leitzentrale sind noch effizienter gestaltet und Umkleidebereiche wurden eingerichtet, außerdem um Sanitäreinrichtungen ergänzt. „Vorher haben wir uns im Prinzip in der Fahrzeughalle umgezogen“, berichtet Löschzugführer Sebastian Ringels.

Es war der Mannschaft wichtig, die Arbeit während der Baumaßnahmen von der Eschstraße aus aufrechtzuerhalten, deswegen wurde auch um- statt woanders neugebaut. Als 2017 gestartet wurde, zogen sich die Feuerwehrleute in den jetzigen Altbau zurück und teilten sich ihr Gelände mit Bauarbeitern und deren Maschinen. „Es war eng. Für uns, aber genauso für die Bauarbeiter“, erzählt Reschke von den Herausforderungen. Aber auch ungeplante Schwierigkeiten gab es. Zum Beispiel mit versteckten Baustoffen, die als Gefahrengut gesondert entsorgt und deswegen langwidrig abgetragen werden mussten.

Drei Großbrände

Auch die zeitgleichen Bauarbeiten an der Langen Straße wurden zur Belastung für die Abläufe des Löschzugs Spenge-Mitte, der ausgerechnet in dem Jahr wortwörtlich mehreren Feuerproben unterzogen wurden. „Es gab damals ungewöhnlich viele Einsätze in kürzester Zeit, darunter auch drei Großbrände“, berichtet Reschke. Die widrigen Umstände und eingeschränkten Ressourcen in Folge des Baus brachten die Spenger Kameraden an ihre Grenzen.

Umso stolzer sind Wehr- und Löschzugführer auf ihre Mannschaft, die den Widrigkeiten zum Trotz alles in Gang gehalten hat. Im September 2019 konnten die neuen Räumlichkeiten bezogen werden. Fertig war das Gebäude im April 2020, nachdem auch die letzten Räume wie Küche oder Leitzentrale fertig eingerichtet waren. Zu den letzten Handgriffen gehörten das Streichen des Altbaus und das Anbringen der von Kameraden gebauten Glashalter in der Küche.

Tag der offenen Tür

„Die hervorragende Zusammenarbeit aller beteiligten Akteure hat die Fortsetzung der Arbeit und das gute Endergebnis möglich gemacht“, fasst Bürgermeister Dumcke zusammen und bedankt sich mit der symbolischen Übergabe des Schlüssels bei den Beteiligten. Wer die neuen Räume begutachten möchte, kann das am Tag der offenen Tür tun, der coronabedingt auf das nächste Jahr verschoben wurde.

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