Bürgermeister aus Enger und Spenge erneuern Kooperationsvertrag
Eine Drehleiter für zwei Städte

Enger/Spenge (WB/dd). „Ein Erfolgskonzept“ nennt der Spenger Wehrführer Thomas Reschke die interkommunale feuerwehrtaktische Zusammenarbeit der Städte Enger und Spenge. Seit 20 Jahren teilen sich beide Städte ein Drehleiterfahrzeug, das strategisch günstig beim Löschzug Enger-Dreyen stationiert ist. Jetzt haben Bernd Dumcke und Thomas Meyer den Kooperationsvertrag erneuert.

Sonntag, 05.07.2020, 11:00 Uhr
Die Stadtoberhäupter Bernd Dumcke (links) und Thomas Meyer erneuern im Beisein der Leiter der Feuerwehren Spenge und Enger, Thomas Reschke (hinten links) und Michael Rogowski, den Vertrag zur feuerwehrtaktischen Kooperation. Foto: Daniela Dembert

„Wir unterschreiben heute eine angepasste Version des Vertrags“, erklärte Dumcke. Als vor 20 Jahren die Zusammenarbeit beschlossen wurde, waren, quasi als Gegenzug zum von Enger zur Verfügung gestellten Drehleiterfahrzeug, noch zwei Feuerwehrfahrzeuge aus Spenge Gegenstand des Vertrags zur gemeinsamen Nutzung. Das habe sich allerdings in dieser Form nicht durchgesetzt, so dass die Vereinbarung sich heute ausschließlich auf die Drehleiter beziehe.

Kosten werden geteilt

„Wir haben uns im Zuge der Vertragserneuerung auch Gedanken über die langfristige Kooperation gemacht“, berichtet Dumcke. Neben der Teilung der Kosten für die Instandhaltung des mittlerweile in die Jahre gekommenen Fahrzeugs, bei dem jüngst eine umfangreichere Wartung fällig war, soll in naher Zukunft auch eine Neuanschaffung getätigt werden. Die Kosten für beide Kommunen teilen sich entsprechend der Einwohnerzahlen.

Das Drehleiterfahrzeug kostet eine knappe Million Euro. „Daher ist die geteilte Nutzung absolut sinnig, auch, um das Fahrzeug gut auszulasten. Hier zeigt sich, dass die interkommunale Zusammenarbeit bestens funktioniert“, sagt Thomas Meyer.

Keine weitere Fusion

Eine Fusion weiterer Bereiche der beiden Wehren sei allerdings nicht denkbar. „Wir müssen immer die Eintreffzeiten gewährleisten. Die Kameraden identifizieren sich mit ihrer Löscheinheit. Ein Zusammenschluss würde diese Strukturen kaputt machen“, gibt Meyer zu bedenken.

Die Drehleiterbesatzung wird alleinig vom Löschzug Dreyen gestellt. „Es gibt einen Bereitschaftsdienst für dieses Fahrzeug, der immer abgedeckt ist“, erklärt Engers Feuerwehrchef Michael Rogowski. In Dreyen seien entsprechend viele der Feuerwehrleute als Drehleitermaschinisten ausgebildet und erführen regelmäßige Schulungen durch den Hersteller Metz.

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