Kirchenkreis will Einrichtung an der Bussche-Münch-Straße schließen
Kita-Neubau am Pfarrhaus geplant

Spenge (WB). Die Gebäude der evangelischen Kita in der Bussche-Münch-Straße sind in die Jahre gekommen. Zugleich ist der Bedarf an Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren in Spenge groß. „Deshalb möchten wir als Kirchenkreis den alten Standort aufgeben und an der Poststraße 22, südöstlich des alten Pastorenhauses, eine größere Kita bauen“, erklärt Sabine Lampka, Verwaltungsleiterin des Kirchenkreises.

Samstag, 06.06.2020, 13:03 Uhr aktualisiert: 06.06.2020, 13:10 Uhr
Südöstlich des alten Pastorenhauses in der Poststraße will der Kirchenkreis eine neue Kita eröffnen. Foto: Ruth Matthes

Der Ausschuss für Umwelt und Stadtentwicklung, dem Fachbereichsleiterin Sabrina Held am Donnerstag die Pläne erläuterte, äußerte seine Zustimmung zu diesem Vorhaben, für das Änderungen im Flächennutzungs- und Bebauungsplan notwendig sind. Eine Investition in die Kita-Landschaft Spenges könne man nur begrüßen, erklärten Vertreter aller Fraktionen. Am alten Standort regne es herein, moderne pädagogische Konzepte seien hier nicht zu realisieren, urteilte CDU-Fraktionsvorsitzender Lars Hartwig.

Fünf Gruppen geplant

Wie Lampka erklärt, liege die Zusage, eine weitere Gruppe eröffnen zu dürfen, bereits vor. Das letzte Okay für den Bau einer neuen Kita von Kreis -und Landesjugendamt stehe jedoch noch aus. Im Laufe der Planungen habe sich gezeigt, dass eine Sanierung und Erweiterung der bestehenden Kita fast genauso teuer wäre wie der Neubau. Als es sich dann ergab, dass das alte Pastorenhaus im Herbst frei wird, ergriff der Kirchenkreis die Initiative und ließ einen Vorentwurf für den Neubau auf dem Grundstück erstellen.

„Die bebaubare Fläche beträgt 3000 Quadratmeter“, so Lampka. Die neue Einrichtung soll gegenüber der jetzigen mit 85 Kindern in vier Gruppen um eine Gruppe für Kinder von 0 bis drei Jahren erweitert werden. Der erste Entwurf sieht eine moderne Architektur vor, die sich aus sieben Einzelgebäuden zusammensetzt.

Diakonische Nutzung

Für das ehemalige Pastorenhaus, das unter Denkmalschutz steht, ist eine soziale, diakonische Nutzung angedacht. „Wir möchten an der Poststraße mehrere Generationen zusammenbringen“, sagt Sabine Lampka. Dies schlug auch Lars Hartwig vor. „Es wäre schön, wenn sich hier Verbindungen zwischen der Kita und dem nahen St.-Martins-Stift ergeben könnten“, erklärte er. „Die Kita kann für eine weitere Belebung des Bereiches sorgen.“

Bedenken hatten die Politiker aller Fraktionen, was den Baumbestand auf dem Areal angeht. „Wir werden die alten Bäume links am Pfarrhaus erhalten, der Rest sind überwiegend alte Sträucher“, erklärt Lampka dazu. Dem Kirchenkreis sei sehr am Naturschutz gelegen, versichert sie.

Toilettenanlage abreißen

Hartwig schlug vor, im Zuge der Bauarbeiten auf dem Grundstück darüber nachzudenken, auch die unansehnliche Toilettenanlage am Parkplatz Lönsweg abzureißen.

Auf die Frage von Ralf Kinnius (UWG) nach der künftigen Nutzung des Grundstücks Bussche-Münch-Straße, erklärte Bürgermeister Bernd Dumcke, es handele sich um eine interessante Fläche. Der Kirchenkreis wolle in Gespräche mit der Stadt eintreten, was dort passieren könnte.

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