Sammler treffen sich bei 49. Modellrennbahn-Börse in der Spenger Stadthalle
Raritäten für Liebhaber

Spenge (WB). „Es ist eine Faszination. Wir holen uns unsere Kindheit ein Stück wieder zurück“: Bei der 49. Ostwestfalen-Modellrennbahn-Börse haben traditionell wieder viele Sammler nach neuen Liebhaberstücken Ausschau gehalten. Zweimal im Jahr findet die „Slotpower-Börse“ in der Stadthalle Spenge statt. Langjährige Sammler suchen Schätze der Marken Carrera, Faller, Scalextric, Tyco und von vielen weiteren Herstellern.

Montag, 02.03.2020, 17:00 Uhr
Teilen die Liebe für Modellautos: Alessandro Randisi (von links) und Andreas Schoof kommen regelmäßig zum Tauschen, Fachsimpeln und Verkaufen von Liebhaberstücken zur Modellrennbahn-Börse nach Spenge. Foto: Sina-Luisa Brandt

„Ende des Jahres findet unser 50. Jubiläum statt. Am 22. November richten wir die 50. Ausgabe unserer Slotpower-Börse aus“, sagt Veranstalter Thomas Sander. „Etwa 60 Prozent der Aussteller sind seit der ersten Stunde der Börse mit dabei. Mittlerweile helfen auch schon die nächsten Generationen aus.“

Start vor 31 Jahren

Die nördlichste Modellrennbahn-Börse in Deutschland entstand aus einem privaten Treffen unter Sammlerkollegen: „Vor 31 Jahren habe ich ein Treffen unter Sammlerkollegen hier in der Stadthalle mit etwa 40 Leuten organisiert. Daraus entstand die Idee einer regelmäßigen Börse und schon beim zweiten Mal haben wir die gesamte Stadthalle füllen können“, erzählt Sander. „Es ist unser halbjähriges Familientreffen geworden.“

Sammler aus ganz Deutschland

Interessierte Sammler kommen aus ganz Deutschland und Österreich nach Spenge. Seit den Kindheitstagen der „Slotpower-Börse“ kommt auch Andreas Schoof zum Tauschen, Fachsimplen und Kaufen: „Ich bin damals durch einen Kollegen auf die Börse aufmerksam geworden. Ich schätze hier die persönlichen Kontakte und man kann sich jedes halbe Jahr mit Menschen austauschen, die die Liebe zu Carrera teilen“, sagt Schoof. Die Börse biete Möglichkeiten zum Austausch von wertvollen Raritäten und seltenen Einzelstücken.

„Meine Frau meint, dass sich das Alter eines Mannes an dem Wert seiner Spielzeuge feststellen lässt“, erzählt der Sammler aus dem südlichen Ruhrgebiet. „Man steht mittlerweile im engen Kontakt mit Sammlern aus ganz Deutschland, die das selbe Interesse haben.“

Digitalisierung auch ein Thema

Auch aktuelle Themen wie die Digitalisierung beeinflussen die traditionellen Modellrennbahnen und die „Slotpower-Börse“ gibt Raum für Austausch: „Die Börse gibt uns die Möglichkeit, unsere Faszination für Modellautos auszuleben und uns unsere Kindheit ein Stück zurückzuholen“, sagt Aussteller Alessandro Randisi. „Auf der einen Seite wird durch neue digitale Mittel die Jugend begeistert, aber gleichzeitig wird der klassische Ursprung etwas verfälscht.“ So gebe es mittlerweile Virtual Reality Kameras auf den Modellautos und der Spieler könne durch eine digitale Brille die Bilder sehen. So entstehe der Eindruck, man säße selbst im Modellauto auf der Rennstrecke, so die Modellfans.

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