Bernd Dumcke (SPD) möchte Stadtoberhaupt bleiben
Bürgermeisterwahl: CDU sucht Partner

Spenge (WB). „Es macht Spaß, in Spenge Bürgermeister zu sein und etwas gestalten zu können“, sagt Bernd Dumcke. Er sei gesund und munter, der Umgang miteinander im Rat sei sehr angenehm. Einer dritten Amtszeit als Bürgermeister stehe daher von seiner Seite aus nichts im Wege. Wer bei der Kommunalwahl im September gegen ihn antritt, ist weiterhin ungewiss.

Donnerstag, 09.01.2020, 08:00 Uhr
Bürgermeister Bernd Dumcke im Ratssaal. Er möchte die Geschicke der Stadt Spenge gerne weiter lenken. Foto: Ruth Matthes

Sowohl Michael Schönbeck, Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes, als auch Ralf Kinnius, Fraktionsvorsitzender der UWG im Spenger Rat, haben auf Anfrage betont, dass ihre Partei dem Wähler eine Alternative zu Bernd Dumcke anbieten wolle.

Gespräche laufen

„Wir als CDU werden einen Kandidaten aufstellen, nennen jedoch noch keinen Namen, da wir derzeit in Gesprächen mit anderen Parteien sind, um auszuloten, ob wir einen gemeinsamen Kandidaten aufstellen“, erklärte Schönbeck. Er schließe als Gesprächspartner lediglich die SPD aus. Die Aufstellungsversammlung sei für März geplant. Der Vorschlag des Vorstandes werde jedoch schon vorher publik gemacht.

Heißer Favorit auf die CDU-Kandidatur dürfte Lars Hartwig sein, der bereits bei der vorigen Kommunalwahl gegen Dumcke angetreten war. „Als Fraktionsvorsitzender gehört er natürlich zu denen, die in Frage kommen“, so Schönbeck. Hartwig selber schließt eine Kandidatur auch nicht aus.

Potentieller UWG-Kandidat

„Dass wir mit der Aufstellung eines Kandidaten nicht früher am Start sind, hängt damit zusammen, dass wir zunächst einmal die Entscheidung des Verfassungsgerichtshof des Landes NRW zur Abschaffung der Stichwahl bei der Kommunalwahl abgewartet haben“, so Hartwig. Ob sich die Tatsache, dass es weiterhin eine Stichwahl gibt, positiv oder negativ für die CDU auswirkt, könne er noch nicht sagen.

Ralf Kinnius erklärte, die UWG werde in den nächsten vier Wochen eine Entscheidung treffen. Der Ratsherr schloss nicht aus, selbst zu kandidieren. „Das kann eine Option sei, die internen Abstimmungsprozesse laufen“, erklärte er diplomatisch. Kollege Ralf Sieker, der bereits zweimal kandidiert hat, will nicht erneut ins Rennen gehen. Die UWG-Fraktion sei jedoch auch für Gespräche mit der CDU offen.

FDP gesprächsbereit

Kinnius begrüßte es ausdrücklich, dass es eine Stichwahl geben werde. „Bei mehreren Kandidaten wäre es sonst möglich, dass jemand, der unter 30 Prozent der Stimmen hat, Bürgermeister wird.“ Dieser repräsentiere dann wohl kaum die Mehrheit.

FDP-Ratsherr Rainer Kalla, der vor sechs Jahren noch selbst kandidierte, „um die Aufmerksamkeit der Wähler auf die FDP zu ziehen“, wie er sagte, erklärte, seine Partei sei zu Gesprächen mit der CDU durchaus bereit. Angesprochen worden sei er noch nicht. Spätestens im März soll es eine Stellungnahme der FDP geben.

Drei Optionen für Grüne

Die Grünen beschäftigen sich heute in ihrer Fraktionssitzung mit dem Thema. Wie Grünen-Sprecher André Schröder erklärte, gebe es noch drei Optionen: einen eigenen Kandidaten oder die Unterstützung des CDU- oder des SPD-Favoriten. Definitiv geklärt werde die Frage in der Mitgliedersammlung im Februar.

Kommentare

Michael Schönbeck  wrote: 10.01.2020 23:16
keine fragwürdigen Absprachen
Sehr geehrter Spenger Wähler...

Ich fürchte Ihnen ist unser Wahlsystem nicht geläufig. Selbstverständlich wählen die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt. Das dazu im Vorfeld Kandidaten aufgestellt werden liegt in der Natur der Sache, damit Sie überhaupt eine Wahl haben. Wenn sich nun mehrere Parteien hinter einem Kandidaten oder einer Kandidatin vereinen, ist das ein Angebot an die Wählerinnen und Wähler. Ob dieses Angebot angenommen wird zeigt sich dann am Wahlabend.

Viele Grüße,
Michael Schönbeck
Spenger Wähler  wrote: 09.01.2020 13:33
Fragwürdige Absprachen
Was sind denn das für fragwürdige Absprachen?
Letztendlich ist es eine Täuschung des Wählers der nicht mehr entscheiden kann
Wen oder Was er da wählt.
Es gab mal eine Zeit da gab es ein/e Politiker/in, eine Partei, ein Wort.
Wenn ich das im Vorfeld mit meiner Partei nicht bieten kann, hat dessen Politik völlig versagt!

Ein verärgerter Spenger Wähler
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