Ausschuss informiert sich über Möglichkeiten der Förderung im ländlichen Raum Sportanlagen: Chance auf Zuschüsse

Spenge  (WB). »Eine ganze Reihe von Aha-Effekten« hatte CDU-Ratsherr Reinhold Hübers am Donnerstag bei der Sitzung des Betriebs- und Verkehrsinfrastrukturausschusses in Spenge. Ähnlich ging es auch den Vertretern der anderen Parteien. Für die Erleuchtungen hatte Martin Hempel von der Bezirksregierung gesorgt. Er stellte den Kommunalpolitikern Fördermöglichkeiten für den ländlichen Raum vor.

Von Ruth Matthes
Noch gibt es für die Fußballer am Kunstrasenplatz in Bardüttingdorf keine Umkleidekabinen. Das könnte sich bald ändern.
Noch gibt es für die Fußballer am Kunstrasenplatz in Bardüttingdorf keine Umkleidekabinen. Das könnte sich bald ändern. Foto: Ruth Matthes

Dabei ging es sowohl um Fördergelder für die Modernisierung von Wirtschaftswegen als auch um den Erhalt ländlicher Bausubstanz sowie Errichtung, Erweiterung und Ausbau von Sportanlagen. So könne beispielsweise der Kunstrasenplatz in Bardüttingdorf davon profitieren, dem noch die Umkleidekabinen fehlen, wie Hempel auf Anfrage von Stadtsportverbandsvorsitzendem Hübers bestätigte. Auch die Tartanbahn an der Holzwiese, nach der Bürgermeister Bernd Dumcke fragte, sei förderfähig.

Hilfe für Ortschaften

Wie Hempel darlegte, können von den Förderungen im Rahmenplan »Gemeinschaftsaufgabe Agrar und Küstenschutz« in NRW Orte oder Ortschaften mit weniger als 10.000 Bewohnern profitieren. Dies sei passgenau für die Spenger Ortsteile.

Die wesentliche Neuerung bei der Förderung ländlichen Wegebaus sei, dass er seit 2019 auch außerhalb der Flurbereinigung bezuschusst werde. »Dabei muss es sich um eine Modernisierung handeln«, so Hempel, »nicht um eine Sanierung im Bestand«.

Wegenetzkonzept

Im Fokus sind Verbindungs- und Hauptwirtschaftswege für den land- und forstwirtschaftlichen Verkehr und den eingeschränkten Kfz-Verkehr sowie den überregionalen Radverkehr. Bezuschusst werden Ausbau und Befestigung bisher nicht oder nicht ausreichend befestigter Wirtschaftswege. »Sind sie zum Beispiel für moderne Traktoren zu schmal geworden, können sie verbreitert werden«, erklärte Hempel. Gefördert wird mit 60 Prozent maximal 500.000 Euro. Voraussetzung ist allerdings stets ein Wegenetzkonzept, das aber wiederum vom Land bezuschusst wird.

Auf großes Interesse bei den Ratsmitgliedern stieß auch die Förderung von Infrastrukturmaßnahmen. Hier gibt es unter anderem Geld für »Errichtung, Erweiterung, Ausbau und Modernisierung von Ausstellungs- und Museumsgebäuden sowie anderen Gebäuden zur Bereitstellung von Tourismusdienstleistungen«.

65 Prozent für Kommunen

Auch Freizeit-Infrastruktur inklusive Beschilderung falle darunter. Gefördert werden zudem Maßnahmen land- und forstwirtschaftlicher Betriebe zur Umnutzung ihrer Bausubstanz – wenn zum Beispiel ein Bauer aus einer Scheune eine Feierdeele machen will – und die Erhaltung regionaltypischer ländlicher Bausubstanz – also historischer Bauernhöfe. Hinzu kommen Errichtung, Erweiterung, Ausbau und Modernisierung von Sportanlagen. Kommunen erhalten 65 Prozent Zuschuss, Private 35 Prozent.

Bürgermeister Bernd Dumcke nahm die Informationen dankend an und versprach, dass die Verwaltung noch am Freitag an die Arbeit gehe, um die Möglichkeiten für Spenge auszuloten.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7083821?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198393%2F2514632%2F