Regenbogen-Gesamtschule als »Digitale Schule« ausgezeichnet
Touchscreen statt Tafel

Spenge (WB). Die Regenbogen-Gesamtschule Spenge kann sich künftig »Digitale Schule« nennen und sich mit einem gelben Schild als solche ausweisen. NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer hat Schulleiter Hartmut Duffert bei einem Festakt Urkunde und Plakette überreicht.

Freitag, 08.11.2019, 10:02 Uhr aktualisiert: 08.11.2019, 10:30 Uhr
Die Zeit der Tafeln ist in der Gesamtschule Spenge Geschichte. In der vorigen Woche haben Schulleiter Hartmut Duffert (rechts) und David Steffek, federführend bei der digitalen Entwicklung, die Auszeichnung »Digitale Schule« entgegen genommen. Foto: Ruth Matthes

Die Auszeichnung wird von dem Verein »MINT Zukunft schaffen« deutschlandweit vergeben. Wie David Steffek – an der Gesamtschule federführend bei der Digitalisierung – erklärt, hat der Verein erstmalig eine solche Ehrung vergeben. Die Regenbogen-Gesamtschule ist eine von 49 Schulen in NRW, die sich nun ganz offiziell »digital« nennen darf.

Zeitgemäße Bildung

Die Auszeichnung wurde für die Gesamtkonzeption der Digitalisierung verliehen. Wie Thomas Sattelberger, Vorstandsvorsitzender der Initiative »MINT Zukunft schaffen« erklärte, sei es Ziel des Titels, Schulen zu motivieren, ihr digitales Profil zu schärfen und Informatik-Inhalte verstärkt in den Unterricht zu bringen: »Mit dem Signet wollen wir das Engagement aller Schulleitungen und Lehrer würdigen und bestärken, die sich für eine zeitgemäße Bildung in der digitalen Welt stark machen.«

Duffert ist stolz auf sein Team, das in den vergangenen 15 Monaten die Umstellung hervorragend gemeistert habe. »Es ist gelungen, auch den älteren Kollegen die Ängste vor der Technik zu nehmen«, urteilt der Schulleiter. Die Schüler wüssten ebenfalls, was sie an der neuen digitalen Ausstattung hätten: »Sie gehen mit den 62 Touchscreens und den vier mobilen Laptop-Wagen mit jeweils 16 Geräten sehr verantwortungsvoll um«, berichtet er. In den Klassen gebe es IT-Scouts, die auch die Lehrer unterstützten.

Leuchtturmprojekt

Drei Kriterien wurden von dem Verein überprüft: Technik und Ausstattung, Qualifizierung der Lehrkräfte und die Einbindung in den Unterricht. Was die Ausstattung angeht, sei die Gesamtschule mit 75-Zoll-Touchscreens, Laptops und einem flächendeckenden WLAN-Netz mit individuellen Lehrer- und Schüler-Accounts bestens versorgt, sagt Steffek.

Duffert spricht über seine Schule in diesem Zusammenhang von einem »Leuchtturmprojekt in der Region.« Derzeit sei man dabei, die Accounts der Schüler freizuschalten, so dass sie auch mit eigenen Geräten in das Schulnetzwerk gelangen können.

650.000 Euro Kosten

Die Lehrer sind in sechs Fortbildungen von jeweils vier Tagen und zwei Nachmittagen geschult worden. Neun Pädagogen sind bei Problemen Ansprechpartner für die Kollegen. Die Schulungen werden kontinuierlich fortgeführt.

Was die Vermittlung digitaler Kompetenzen und den Einsatz der Medien zur Vermittlung von Stoff im Unterricht angeht, so hat Steffek mit der Schulentwicklungsgruppe gerade damit begonnen, ein Konzept für jeden Jahrgang und Fachbereich auszuarbeiten. »Dabei orientieren wir uns eng am Lehrplan«, sagt der Experte.

Finanziert wurde die Digitalisierung aus dem Förderprogramm Gute Schule 2020. 650.000 Euro kostete die Ausstattung.

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