Hersteller von Edelstahl-Befestigungssystemen stellt sich neu auf
Modersohn investiert zwei Millionen Euro

Spenge (WB/rkl). Die Firma Modersohn hat einen umfangreichen Umstrukturierungsprozess hinter sich gebracht. Wie die Geschäftsführung mitteilt, sieht sie sich in ihren Entscheidungen vom Anfang des Jahres bestätigt: Bei steigenden Umsätzen konnten die Lieferzeiten für Sonderkonstruktionen im Schnitt von fünf bis sechs Wochen in 2018 auf derzeit zwei bis drei Wochen halbiert werden. Zwei Millionen Euro hat der Edelstahl-Experte in die Restrukturierung investiert.

Donnerstag, 07.11.2019, 11:02 Uhr aktualisiert: 07.11.2019, 11:10 Uhr
In Betrieb genommen: die neue Halle für mechanische und chemische Oberflächenbearbeitung. Ihr Bau bietet mehr räumliche Kapazitäten für die Fertigung. Foto: Modersohn

Anfang des Jahres hatte die Firma Modersohn aus wirtschaftlichen Gründen den Vertrieb und die Fertigung von Industriebauteilen aus rostfreiem Edelstahl vorübergehend stark reduziert. Mit dieser Entscheidung reagierte sie auf die rezessive Konjunktion in der Stahl-/Metall- und Elektroindustrie in Deutschland, die sie beliefert. Betriebs- und Geschäftsleitung waren sich einig, dass umfangreiche Restrukturierungsmaßnahmen erforderlich waren, um sich auf dem hart umkämpften Markt weiter durchsetzen zu können.

Effizientere Produktion

Als Hersteller von Edelstahl-Befestigungssystemen und Profilen für Sonderanfertigungen gehört die Firma Modersohn seit nunmehr 50 Jahren zu den Experten im Bereich der Metallbearbeitung für Edelstahl Rostfrei und Lean Duplex-Stählen.

Nach Angaben des Geschäftsführers, Wilhelm Modersohn kann man zu diesen Zeiten nicht den »Kopf in den Sand« stecken. Er und sein zweiter Geschäftsführer, Jürgen Matzelle, haben in enger Zusammenarbeit mit der Betriebsleitung das weitreichende Konzept erarbeitet, um sowohl effizienter als auch in Zukunft kostengünstiger produzieren zu können.

40 Mitarbeiter mehr

So wurde bereits seit 2018 das Personal um rund 40 Mitarbeiter aufgestockt. Investitionen in schnellere und im Verbrauch energiesparendere Maschinen und Anlagen wurden getätigt. Zudem wurde das Konzept des Lean Managements eingeführt. Nicht zuletzt ist in diesem Jahr auch die neue Oberflächenbearbeitungshalle fertig geworden. Ausgestattet mit neuer Beiz- und Entfettungsanlage wird in der Halle sowohl die mechanische als auch die elektrochemische Oberflächenbearbeitung ausgeführt.

»Auch für das kommende Jahr sind bereits große Investitionen, wie zum Beispiel in die Schweißrobotertechnik, in die Wege geleitet worden«, so Modersohn.

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