Nach Blitzeinschlag gibt Feuerwehrchef Thomas Reschke Tipps zum richtigen Verhalten
Bei Gewitter: Nicht duschen, Strom aus

Spenge (WB). Wirklich Angst haben bei einem Gewitter heutzutage die wenigsten Menschen. Vor allem in einem modernen Wohnhaus fühlt man sich für gewöhnlich sicher. Dass diese Sicherheit nicht zu 100 Prozent gegeben ist, zeigte ein Blitzeinschlag in ein Wohnhaus am 28. August in Spenge.

Sonntag, 08.09.2019, 09:05 Uhr aktualisiert: 08.09.2019, 10:00 Uhr
In einem Haus an der Hermannstraße in Spenge ist am 28. August der Blitz eingeschlagen. Der Dachstuhl setzte sich in Brand und die Bewohnerin des Hauses wurde durch einen Lichtbogen aus der Steckdose verletzt. Foto: Christian Müller

Die Bewohnerin des Hauses wurde verletzt , als ein Lichtbogen aus einer Steckdose austrat und auf die Frau übersprang. Sie musste im Krankenhaus behandelt werden. Der Dachstuhl des Hauses fing nach dem Blitzeinschlag an zu brennen.

Thomas Reschke, Leiter der freiwilligen Feuerwehr in Spenge, gibt Empfehlungen, wie man sich bei Gewitter verhalten sollte. »Grundsätzlich ist man in einem Gebäude ziemlich sicher. Aber es gibt auch einige Dinge, die man bei Gewitter besser nicht tun sollte«, erklärt er. Zum Beispiel sei es besser, das Dachgeschoss nicht zu betreten. Dies sei nämlich der Ort, an dem der Blitz bevorzugt einschlägt.

Abstand zu Steckdosen halten

Um die Gefahr eines Lichtbogens aus einer Steckdose zu verringern, sollte man während eines Gewitters einen Abstand von etwa zwei bis drei Metern zu Steckdosen einhalten. Auch die Empfehlung, elektrische Geräte vom Stromnetz zu nehmen, sei immer noch aktuell. »Vor Kurzem ging eine E-Mail eines großen deutschen Telefonanbieters herum, dass auch DSL-Anlagen und Router bei Gewitter möglichst vom Netz genommen werden sollten«, erinnert sich Thomas Reschke. Denn wenn in eine Stromleitung der Blitz einschlage, komme es häufig zu einer Überspannung und die elektrischen Geräte könnten kaputt gehen.

Auch Duschen während eines Gewitters empfiehlt der Feuerwehrchef nicht. »Zwar sind die meisten Badewannen geerdet, aber sicher kann man sich nie sein.« Und wenn im Haus noch alte Wasserrohre aus Metall und nicht, wie heutzutage üblich, aus Kunststoff sind, würden die Leitungen den Strom sehr gut weiterleiten.

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