Dachstuhlbrand an der Hermannstraße – mindestens 40.000 Euro Schaden
Frau bei Blitzeinschlag verletzt

Spenge (WB/bex/cm). Das heftige Gewitter, das am Mittwochabend auch über Spenge gezogen ist, hat an einem Haus an der Hermannstraße großen Schaden angerichtet. Ein Blitzeinschlag setzte den Dachstuhl des Einfamilienhauses in Brand. Eine Bewohnerin wurde verletzt.

Mittwoch, 28.08.2019, 21:18 Uhr aktualisiert: 28.08.2019, 22:06 Uhr
In einem Haus an der Hermannstraße hat das Gewitter großen Schaden angerichtet . Ein Blitzeinschlag setzte den Dachstuhl des Einfamilienhauses in Brand.

Bei dem Blitzeinschlag soll ein sogenannter Lichtbogen aus einer Steckdose ausgetreten und auf die Frau übergesprungen sein. Sie wurde zunächst vor Ort versorgt und dann ins Bünder Lukas-Krankenhaus gebracht, wo sie stationär verblieb. In dem Haus sind zwei Erwachsene und ein Kind gemeldet. Die Bewohner hatten gegen 19 Uhr selbst die Feuerwehr und den Rettungsdienst alarmiert. Beim Eintreffen der Rettungskräfte schlugen Flammen aus dem Dachstuhl.Wir sind mit zwei Angriffstrupps unter Atemschutz – einer im Haus, einer außen – gegen die Flammen vorgegangen«, sagt Thomas Reschke, Leiter der Feuerwehr Spenge. Sie hatten das Feuer schnell unter Kontrolle.

Mindestens 40.000 Euro Schaden

Nach Angaben der Einsatzleitung habe die Dachisolierung aus Glaswolle ein rascheres Ausbreiten der Flammen verhindert. Dennoch schätzt die Feuerwehr den Sachschaden auf mindestens 40.000 Euro.

Vor allem ein Kinderzimmer im ersten Obergeschoss wurde in Mitleidenschaft gezogen, auch durch das Löschwasser. Die Feuerwehr suchte das Haus mit einer Wärmebildkamera nach weiteren Glutherden ab, die umgehend abgelöscht wurden. Noch am Abend wurde ein Dachdecker damit beauftragt, das Dach vor der Witterung zu schützen. Insgesamt waren 55 Kräfte von zwei Löschzügen und zwei Löschgruppen der freiwilligen Feuerwehr Spenge vor Ort. Der Einsatz war gegen 20.45 Uhr beendet.

Zwei weitere Einsätze in Herford

Das Gewitter, dass am späten Mittwochnachmittag über Herford gezogen ist, sorgte für zwei kleinere Einsätze für die Feuerwehr Herford. Im Biemser Weg war ein Gullydeckel aus seiner Lagerung geraten und stand etwas hoch. Die hauptamtliche Wache brachte das wieder in Ordnung.

Mit einer C-Leitung und Wasser aus dem Fahrzeugtank löschte die Löschgruppe Schwarzenmoor den Baum.

Mit einer C-Leitung und Wasser aus dem Fahrzeugtank löschte die Löschgruppe Schwarzenmoor den Baum. Foto: Feuerwehr

Am Stukenberg hat der Blitz in eine Eiche eingeschlagen. Ein aufmerksamer Anwohner hatte den Brandrauch und den Geruch nach Feuer bemerkt und mit dem Fahrrad den Wald erkundet. Dabei war ihm ein brennender Baum aufgefallen und er alarmierte die Feuerwehr. Die Löschgruppe Schwarzenmoor rückte aus und löschte den Brand, der offensichtlich die Folge eines Blitzeinschlags war.

Das umgebende Gestrüpp am Fuß des Baumes wurde ebenfalls großflächig beseitigt und ausgiebig gewässert. »Man kann von Glück reden, dass es kräftig geregnet hat, ansonsten hätte dieser Blitzeinschlag einen deutlich größeres Feuer auslösen können«, teilte die Feuerwehr mit

Zudem brannte in Bad Oeynhausen ein Dachstuhl . Vermutlich ist auch dort ein Blitz eingeschlagen.

Bis Sonntag heiß und gewittrig

Bis Sonntag werden weiterhin sehr warme Temperaturen und teils starke Gewitter erwartet, bevor es Anfang kommender Woche zumindest vorübergehend deutlich kühler werden soll. »Das Kapitel »Hochsommer« scheint sich an diesem Wochenende für dieses Jahr zu schließen«, teilte der Deutsche Wetterdienst in Offenbach am Mittwoch mit.

In der Nacht zum Donnerstag soll es vor allem im Westen und Norden zu teils heftigen Gewittern kommen, dabei sind auch Sturmböen und Hagel möglich. Tagsüber werden zunächst für den Nordwesten und Norden - vereinzelt auch im Süden - teils gewittrige Regenfälle vorausgesagt.Dabei gebe es lokale Unwettergefahr durch heftigen Starkregen, hieß es.

Am Freitag wird es laut DWD oft heiter mit einzelnen Schauern und Gewittern bei Werten bis 31 Grad, am Samstag heiter bis wolkig bei Temperaturen bis 33 Grad. An den Alpen sind Gewitter möglich. Am Sonntag macht sich im Norden und Westen bereits kühlere Luft bemerkbar, im Süden und Osten wird es noch einmal sehr heiß, bevor es am Abend teils heftige Gewitter geben kann.

Ab Montag wird es dann wechselhaft und kühl bei Temperaturen knapp über 20 Grad. »Die Schneefallgrenze sinkt unter 2000 Meter, so dass sich Alpengipfel im Verlauf bereits weiß präsentieren könnten«, heißt es beim DWD.

 

 

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6883008?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198393%2F2514632%2F
Explosion in Beirut: Mindestens 50 Tote und 2700 Verletzte
Rauch steigt nach einer Explosion über den Trümmern eines zerstörten Gebäudes auf.
Nachrichten-Ticker