»Dawn Brothers« stehen als Headliner auf der Bühne 1700 Musikfans feiern an der Warmenau

Spenge (WB). Was nimmt der Festivalbesucher ungläubig wahr? Von Weiden geben nicht den krönenden Abschluss, sondern stehen bereits zur Tagesschauzeit auf der Bühne! »Wir wollten einfach mal etwas anders machen und auch anderen Bands die Position des Headliners überlassen«, erklärt Ralf Wollbrink.

Von Daniela Dembert
1700 Musikfans haben am Samstag an der Warmenau gerockt.
1700 Musikfans haben am Samstag an der Warmenau gerockt. Foto: Daniela Dembert

Wollbrink war als Mitglied der Dorfkapelle und Vorsitzender des veranstaltenden Heimatvereins Bardüttingdorf in Doppelrolle beim Warmenau Open Air Festival am Samstag unterwegs.

Ansonsten, so der Posaunist, sei alles wie immer: die ansässigen Vereine Bardüttingdorfs und Wallenbrücks, besonders die Freiwillige Feuerwehr, brächten sich ehrenamtlich ein, um das Großevent zu stemmen. 1700 Besucher pilgerten, sehr viele davon schon am Nachmittag, auf das Areal rund um Theos Tenne in Bardüttigdorf, lagerten auf der Wiese mit Blick auf die anreinende Kuhweide oder das Warmenautal und ließen sich beschallen.

»Das Kinderprogramm ist uns sehr wichtig, weil wir ein Familienevent gestalten«, betont Wollbrink. Eingeladen war Härr Georg, der Kinder mit einer Menge verrücktem Quatsch in seinen Bann zog. Für Spiel, Spaß und bunt geschminkte Gesichter sorgte die evangelische Jugend.

»Oder so!« mit Lebensfreude und Spaß

Um den Ausdruck von Lebensfreude und Spaß am gemeinsamen Musizieren geht es bei der Inklusionsband »Oder so!«, die sich zusammensetzt aus Menschen mit und ohne Behinderung.

Bevor Von Weiden als Schöpfer des Festivals diesmal die etwas kleinere Wiesenbühne zu elft bevölkerten, traten die Bands Petty Things und Hopo Pongo mit überwiegend popigen Sounds vors Publikum.

Von Weiden auf der Weide - das funktioniert auch, nur anders. Statt eines bierseeligen Tanzgelages bot sich den lokalen Helden diesmal der Blick auf ein generationsübergreifendes, gemütlich groovendes Publikum. Wer die Beine in die Luft schmeißen wollte, tat dies rücksichtsvoll abseits der ersten Reihen, die den Kleinsten vorbehalten waren.

Lion Sphere heißen die Berliner, die ebenfalls extrem Tanzbares lieferten. Soulig-funkiges traf bei dem Quartett auf ausgeprägten Synthysound.

Rotterdammer als Hauptact

»Mit größtem Vergnügen«, so Frontmann Henning Kreft, trete seine Kapelle in diesem Jahr die Position des Headliners an die Formation »Dawn Brothers« ab.

Die vier Rotterdammer Jungs traten an mit ihrem ganz persönlichen Americana-Sound, versetzt mit funkigem Georgel aus der Wurlitzer und Surfgitarren, die auch dem großartigen Dick Dale wohl gestanden hätten und brachten die Menge vor der Hofbühne in Bewegung. Anleihen bei den Doors, The Band und CCR können nicht geleugnet werden. Mit Liebe zu Tempiwechseln und großartigem Chorgesang boten die vier Kasköppe eigenwilligen, souligen, rootigen Rock vom Feinsten.

»Super Musik, super Getränke, super Stimmung«, lautet das umfassende Urteil von Besucherin Claudia Hertel.

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