Artenschutz-Projekt entsteht im Katzenholz
Trafohäuschen für Fledermäuse

Spenge (WB/gge). Aus der Trafo-Station im Katzenholz an der Mühlenburger Straße/Ecke Tannenweg in Spenge wird ein Domizil für Fledermäuse. Das hat Doris Bartelheimer, Umweltmanagerin der Stadt, während der jüngsten Sitzung des Umwelt- und Stadtentwicklungsausschusses des Rates erklärt.

Dienstag, 05.02.2019, 13:05 Uhr aktualisiert: 05.02.2019, 13:10 Uhr
Dieses ehemalige Trafohäuschen nahe der Mühlenburg (im Hintergrund) wird zum Fledermaus-Domizil. Foto: Gerhard Hülsegge

Das kleine Gebäude im Wäldchen neben dem Parkplatz direkt gegenüber der Mühlenburg wird vom Energieversorger Westfalen Weser Netz nicht mehr benötigt. Es soll deshalb zu einem Artenschutz-Häuschen umfunktioniert werden. Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald und die Interessengemeinschaft (IG) Katzenholz wollen die Umbauarbeiten in Eigenleistung vornehmen. Westfalen Weser Netz steuert 1500 Euro zu dem Projekt bei. Bartelheimer wird die Aktion seitens der Stadt begleiten.

Einflugschlitze nötig

»Unter anderem sind Lochsteine anzubringen«, erklärte die Umweltmanagerin. Dazu sollen kleine Einflugschlitze in das vorhandene Mauerwerk eingemeißelt werden. Von innen werden Hohl-Lochsteine davorgesetzt. Diese Nischen sollen den Fledermäusen als neue Heimstatt dienen. »Außerdem werden wir eine Infotafel anbringen«, erklärte Bartelheimer. Umgesetzt werden soll das Vorhaben im Laufe des Sommers.

Ab Ende August suchen die meisten europäischen Fledermausarten nach Winterquartieren, die ihnen für die kalten Monate Schutz bieten. Sie sind Winterschläfer und während dieser Zeit abhängig von Unterschlupfmöglichkeiten, wo sie gleichmäßige Witterungsbedingungen vorfinden und gleichzeitig für ihre Feinde (Katzen, Greifvögel, Eulen) nicht gut erreichbar sind. Die Fledermäuse sind, gleich welcher Art, in Deutschland vom Gesetz streng geschützt.

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