Stadt ändert Antrag auf Landesmittel für den Ausbau des Fußwegenetzes in Spenge
Kirchengemeinde stellt sich quer

Spenge (WB). Für die Verbesserung der Fußwegeverbindungen und Grünflächen in Nord-Süd-Richtung will die Stadt Spenge 2019 Landesmittel beantragen. Das rückwärtige Gelände sowie der Rundling um die St.-Martins-Kirche bleiben dabei vorerst allerdings unberücksichtigt.

Samstag, 02.02.2019, 11:13 Uhr aktualisiert: 02.02.2019, 11:20 Uhr
Nicht gerade schön präsentiert sich die St.-Martins-Kirche von der Rückseite aus betrachtet. Die Mauer ist marode, eine Treppe erschwert den Zugang. Gleichwohl befürchtet das Presbyterium der Gemeinde zu große Eingriffe ins Gelände. Foto: Lukas Brekenkamp

»Es konnte keine übereinstimmende Planung mit der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde erreicht werden«, erklärte Sabrina Held seitens der Verwaltung während der jüngsten Sitzung des Umwelt- und Stadtentwicklungsausschusses des Rates. Die dafür vorgesehenen Gelder sollen nun in den Fuß- und Radwegeausbau an der Immanuel-Kant-Straße fließen, um eine Durchgängigkeit bis zur Marktstraße zu erreichen. Die gesamte Achse verläuft vom Alten Postweg über den Froschbach zur Immanuel-Kant- und zur Marktstraße.

Wege aus Asphalt und Perlkies

678.000 Euro hat Planer Dr. Klaus Bockermann (Büro Bockermann-Fritze aus Enger) für die Maßnahmen an Kosten veranschlagt. 70 Prozent der Aufwendungen übernimmt das Land NRW zur Umsetzung des in­te­grierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK). Die Frist für die Antragstellung 2019 endet am 28. Februar. Wie Dr. Bockermann ausführte, sollen die Oberfläche der neuen Fuß- und Radwege aus Asphalt und Perlkies bestehen. »Das Korn drückt sich ein und klebt fest. Das sorgt für eine sehr schöne Optik«, so der Planer. Vorhandenen Schranken sollten entfernt werden, betonten die Politiker.

Die Anlieger müssen sich an den Kosten für den Ausbau laut Bürgermeister Bernd Dumcke nicht beteiligen. An der Unteren Kirchstraße war geplant, die vorhandene Treppe durch einen barrierefreien Zugang zu ersetzen. Wie Sabrina Held erklärte, sind die Gespräche mit der Kirchengemeinde am Einwand gescheitert, die Einschnitte ins Gelände rund um die St.-Martins-Kirche seien zu groß. Die Bäume könnten Schaden nehmen, zudem befänden sich auf dem Gelände alte Gräber, die es zu schützen gelte. Eine andere Planung, die den Wünschen der Kirchengemeinde entsprochen hätte, ist nach Auskunft der Bezirksregierung aber nicht förderfähig. Sie sieht darin nur noch wenig Bezug zu dem von der Stadt Spenge verabschiedeten Konzept zur Aufwertung und Neugestaltung des Kirchenumfeldes.

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