Firma Bokermann neuer Eigentümer – Bauantrag für 2018 geplant Bünger-Haus soll Wohnbau weichen

Spenge (WB). An der Langen Straße 67 könnte sich bald etwas tun: Die Firma Bokermann Immobilien aus Bielefeld will dort neue Wohnungen bauen. Deshalb soll das Gebäude abgerissen werden. Zuletzt war dort eine Bäckerei-Filiale untergebracht. Noch sei aber nichts in trockenen Tüchern.

Von Jan Gruhn
Das Bünger-Haus an der Langen Straße 67 in Spenge könnte einem Wohnbau weichen. Die Firma Bokermann Immobilien aus Bielefeld arbeitet zurzeit an entsprechenden Plänen. Noch ist aber nichts in trockenen Tüchern.
Das Bünger-Haus an der Langen Straße 67 in Spenge könnte einem Wohnbau weichen. Die Firma Bokermann Immobilien aus Bielefeld arbeitet zurzeit an entsprechenden Plänen. Noch ist aber nichts in trockenen Tüchern. Foto: Jan Gruhn

Wie Bokermann-Geschäftsführer Thomas Budde und Projektentwickler Ulrich Inderwisch am Freitag gegenüber dem WESTFALEN-BLATT bestätigten, ist die Firma Bokermann seit einigen Wochen der neue Eigentümer des Grundstücks und der Immobilie.

Zur Miete oder zum Kauf

Ob Mietwohnungen oder Eigentumsobjekte gebaut werden sollen, steht laut Inderwisch allerdings noch nicht fest. »Es sind noch keine Verträge unterzeichnet«, erklärte der Projektentwickler. Anfang des kommenden Jahres will Inderwisch mit einem Bauantrag an die Stadt herantreten. Die Investitionssumme liege etwa im niedrigen Millionenbereich.

Spenges Bürgermeister Bernd Dumcke (SPD) bestätigte am Freitag zwar, dass es bereits ein Gespräch mit dem Rathaus gegeben habe. Weitere Schritte Seitens der Stadt seien aber noch nicht unternommen worden. Allerdings begleite man Ideen, die zur Entwicklung des Standorts beitragen, grundsätzlich positiv.

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Es ist schließlich ein Grundstück in guter Lage

Bernd Dumcke

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Dumcke: »Es ist schließlich ein Grundstück in guter Lage.« Trotzdem müsste sich ein potenzieller Neubau ans bestehende Umfeld anpassen. »Wir werden sicher nicht zulassen, dass dort zum Beispiel ein siebenstöckiger Bau entsteht«, sagte Dumcke.

Angedacht sei zurzeit ein Gebäude mit zweieinhalb Geschossen, erklärte Projektentwickler Inderwisch. Neben Wohnungen könnte dort auch ein medizinisches Zentrum entstehen. So könnte hier eine Apotheke ein neues Zuhause finden. Denkbar sei auch, dass ein Pflegedienst einzieht, der von den Hausbewohnern in Anspruch genommen werden kann.

Gastronomie-Betrieb mit Außenbereich

Geht es nach Inderwisch, kommt für die neuen Räumlichkeiten zudem eine Hausarztpraxis in Frage. Die angespannte Versorgungssituation spräche dafür, sagte Inderwisch. Einen Kandidaten gebe es aber noch nicht. Wahrscheinlich ist laut Projektleiter außerdem, dass in der unteren Etage ein Gastronomie-Betrieb mit Außenbereich eingeplant wird.

Neben der leer stehenden Bäckerei-Filiale wird die Lange Straße 67 zurzeit von Brigitte Trumpa genutzt. Sie veranstaltet dort Beerdigungs-Kaffeetrinken. »Wir hatten noch keinen Kontakt zum neuen Eigner«, erklärte Trumpa. Allerdings sei ihr mitgeteilt worden, dass sie die Räume bis auf Weiteres weiter nutzen könne.

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