Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl überbringt Förderbescheid Bolzplatz kann umgestaltet werden

Spenge (gge). Detmolds Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl hat am Freitag der Stadt Spenge einen Besuch abgestattet. Und sie kam nicht mit leeren Händen. Die FDP-Politikerin überbrachte Bürgermeister Bernd Dumcke persönlich den Förderbescheid des Landes Nordrhein-Westfalen über 688 000 Euro zur Umgestaltung des Bolzplatzes (auch Gummiplatz genannt) am Schulzentrum.

Marianne Thomann-Stahl übergibt den Förderbescheid über 688 000 Euro an Bürgermeister Bernd Dumcke (links) und seinen Stellvertreter Bernd Pellmann.
Marianne Thomann-Stahl übergibt den Förderbescheid über 688 000 Euro an Bürgermeister Bernd Dumcke (links) und seinen Stellvertreter Bernd Pellmann. Foto: Gerhard Hülsegge

983 000 Euro kostet die Gesamtmaßnahme. Weitere 160 000 Euro sind für die Neugestaltung und Verlegung des Fahrradunterstandes vorgesehen. Hierfür hat die Stadt aus einem anderen Landestopf »Nahmobilität« 75 Prozent an Landeszuschüssen beantragt. Diese Bewilligung steht noch aus, ist aber in Aussicht gestellt. »Vielleicht gelingt es der neuen Landesregierung ja, die Fördersätze anzugleichen«, sagte Thomann-Stahl mit Hinweis auf die laufenden Koalitionsverhandlungen von CDU und FDP nach gewonnener Landtagswahl.

»Angsträume« verschwinden

Das Areal zwischen dem Zentralem Omnibusbahnhof (ZOB) und der Charlottenburg soll bekanntlich nach dem integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK) für 1,1 Millionen Euro attraktiver gestaltet werden. Ziel ist die Verbesserung des lokalen Freizeitangebotes, die Erweiterung des Gesamtschulgeländes um ein grünes Areal, das auch nach dem Unterricht von allen genutzt werden kann. Bessere Wegeverbindungen sollen so genannte »Angsträume« ersetzen.

Entstehen soll demnach eine neue, tiefer liegende Multifunktionsfläche für Ballspiele, zwei Kleinstkinder-Spielplätze sowie Rasenflächen- und -hügel zum Ausruhen. Dank des jetzt vorliegenden Förderbescheides können die Arbeiten jetzt ausgeschrieben werden. Begonnen werden soll mit den Bauarbeiten noch in diesem Jahr.

Fördermittel kein Geschenk

»Wünschenswert wäre es, wenn der neue Platz zeitgleich mit der Charlottenburg in Betrieb genommen werden könnte«, meinte Bürgermeister Bernd Dumcke. Das Kultur- und Jugendzentrum wird derzeit schon für 1,4 Millionen Euro umgebaut. Hier beteiligt sich der Bund mit 1,3 Millionen (90 Prozent) an den Kosten.

Dumcke und sein Stellvertreter Bernd Pellmann freuten sich über den Förderbescheid des Landes. Wofür auch die Regierungspräsidentin Verständnis zeigte. »Eine Tante, die etwas mitbringt ist schließlich besser als ein Onkel, der Klavier spielt«, gab Marianne Thomann-Stahl scherzend eine ihr bekannte Volksweisheit zum Besten. »Uns ist der Förderbescheid auch lieber als eine Ordnungsverfügung«, meinte Dumcke. Als Geschenk wollte Thomann-Stahl die Landesmittel gleichwohl nicht verstanden wissen. »Auch die Spenger Bürger haben das Geld ja erarbeitet«, sagte sie.

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