Im Zentral-Theater Spenge wird das Foyer vergrößert Morgens Krach – abends Kino

Spenge (WB). »Warum macht ihr das denn? Es war doch alles schön«, haben Nicole und Patrick Kulemann in den vergangenen Wochen häufig von ihren Gästen gehört. Mit Interesse und vielleicht auch ein wenig Sorge um »ihr Kino« verfolgen die Spenger Cineasten derzeit den Umbau des Zentral-Theaters.

Von Daniela Dembert
Seit 61 Jahren hatte sich an der Außenfassade nichts geändert. Jetzt wird sie mit Trespa-Platten verkleidet und das Vordach herausgezogen.
Seit 61 Jahren hatte sich an der Außenfassade nichts geändert. Jetzt wird sie mit Trespa-Platten verkleidet und das Vordach herausgezogen. Foto: Daniela Dembert

Der Kinobetreiber gibt Entwarnung: »Im Saal bleibt alles beim Alten. Wir vergrößern das Foyer, erneuern die Sanitäranlagen und machen alles barrierefrei.« Die Toiletten werden großzügiger gestaltet. Damen dürfen sich sogar über ein Örtchen mehr freuen. Außerdem wird ein Rollstuhl gerechtes WC gebaut. Der Eingangsbereich wird mehr als doppelt so viel Raum wie zuvor bieten und zur gemütlichen Lounge werden.

Patrick Kulemann will das Zentral-Theater barrierefrei gestalten. Foto: Daniela Dembert

»Das ist angenehmer für Eltern, die zur Abholung auf ihre Kinder warten und für den Sektempfang, den wir zur Ladiesnight geben«, erklärt Patrick Kulemann. Ein breiter Kassentresen vereint die ehemals getrennten Bereiche von Kasse und Popcornnische. Für Betreiber und Mitarbeiter ein echter Gewinn: der neu entstehende Lagerraum für Getränke, Zapfanlage und Vorräte. Die Außenfassade wird in schickem Anthrazit verkleidet und das Vordach etwas herausgezogen. »Außerdem wird noch eine elektrische Tür eingesetzt und zum Schluss das Pflaster zum Eingang hin angehoben«, ergänzt der 49-Jährige.

Spielbetrieb wird aufrecht erhalten

Der Spielbetrieb wird während der kompletten Bauphase aufrecht erhalten. Damit das funktioniert, haben die Kulemanns nichts dem Zufall überlassen. Neben dem Kino steht ein Toilettenwagen. Ein solides Zelt, in dem Kasse, Popcornautomat und Wartebereich mit Sitzgelegenheiten untergebracht sind, grenzt direkt an den Vorführsaal. Lediglich die Nachmittagsvorstellungen an Wochentagen fallen weg, »weil es da schon mal sein kann, dass eine Bohrmaschine dröhnt«, so Kulemann. Die Arbeiten gehen gut voran, in den Sommerferien soll alles fertig sein. Bis dahin nehmen’s die Kulemanns gelassen.

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