Löschzug Lenzinghausen besteht seit 110 Jahren – Vereine beteiligen sich am Fest Ein ganzer Ort unterstützt die Feuerwehr

Spenge (WB). Hunderte von Besuchern haben am Sonntag gemeinsam mit dem Löschzug Lenzinghausen dessen 110-jähriges Bestehen gefeiert. Anlässlich des Jubiläums sind die Lenzinghauser Ausrichter des Stadtfeuerwehrfests.

Von Daniela Dembert
Löschzugführer Dirk Thoeren (links) nimmt im Beisein von Elona und Hans-Martin Oldenbürger, Christian Gaidis und Wehrführer Thomas Reschke die Fahrzeugschlüssel zum neuen Mannschaftstransportwagen von Bernd Dumcke entgegen.
Löschzugführer Dirk Thoeren (links) nimmt im Beisein von Elona und Hans-Martin Oldenbürger, Christian Gaidis und Wehrführer Thomas Reschke die Fahrzeugschlüssel zum neuen Mannschaftstransportwagen von Bernd Dumcke entgegen. Foto: Daniela Dembert

Bei Sonnenschein säumten Schaulustige die Straßen, durch die der Gaudi-Umzug, der heimliche Höhepunkt der Feierlichkeiten, vom Schützenwäldchen bis zur Mehrzweckhalle zog. 18 Gruppen mit mehr als 250 Teilnehmern sorgten bei der bunten Parade für Stimmung. »Es ist beeindruckend zu sehen, dass so viele Vereine ihre Verbundenheit zum Ortteil ausdrücken«, meinte Löschzugführer Dirk Thoeren und dankte den Akteuren. So viel Kreativität sollte auch belohnt werden. Die ersten drei Plätze für die einfallsreichste Truppe wurden von Bürgermeister Bernd Dumcke und Dirk Thoeren gekürt. Die Nase vorn hatten die Majoretten des MCL, gefolgt vom Rassegeflügelzuchtverein und der Freibadinteressengemeinschaft.

Gottesdienst sehr gut besucht

Begonnen hatten die Feierlichkeiten schon am Samstag mit dem Kreisfeuerwehrverbandstag und der Maifete am Abend. Der Sonntag wurde eingeleitet durch den plattdeutschen Gottesdienst, gehalten von Pastor a. D. Heinz Schlüter. »Der war so gut besucht, dass noch reichlich Stühle nachgestellt werden mussten«, meinte Schlüter erfreut. Im Anschluss gab die Jugendfeuerwehr mit einer Schauübung Einblick in ihr Training. In seinem Grußwort mahnte Wehrführer Thomas Reschke: »Die Feuerwehr lebt von Akzeptanz und Rückhalt der Bevölkerung, der Lohn für die ehrenamtliche Arbeit ist die Wertschätzung der Bürger.«

Lang ersehnt war vom Löschzug die Übergabe des neuen Mannschaftstransportwagens. Das Fahrzeug verfügt zusätzlich über eine Funkausrüstung, die es erlaubt, den Wagen auch zur Einsatzleitung zu nutzen. Nicht als Geschenk, sondern als notwendige Investition in die Sicherheit der Bevölkerung sieht Dumcke den Wagen. »Soll die Feuerwehr einsatzfähig bleiben, so bedarf es eines zeitgemäßen Fuhrparks. Das alte Fahrzeug ist 19 Jahre alt. Ich nenne das einen schonenden Umgang mit Ressourcen«, befand das Stadtoberhaupt. Im Beisein von Wehrführer Thomas Reschke wurde der Schlüssel für das Vehikel von Dumcke, dem Ehepaar Oldenbürger und dessen Mitarbeiter Christian Gaidis, die an dem Entwurf zur Innenausstattung mitgewirkt hatten, an den Löschzugführer übergeben.

Während den Festbesuchern in der Mehrzweckhalle Kaffee und Kuchen angeboten wurde, gab es draußen die Möglichkeit, sich die Fahrzeuge und Geräte befreundeter Hilfsorganisationen wie dem technischen Hilfswerk, der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft und des Deutschen Roten Kreuz anzuschauen. Das DRK-Spielmobil war mit Hüpfburgen und verschiedenen Spielfahrzeugen für die kleinen Besucher vor Ort.

Feuerwehr zeigt Übung

Realistisch aussehende Wunden schminkte das Team der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) den Besuchern. Diese kamen auch bei der Schauübung »Verkehrsunfall« zum Einsatz. Mit ohrenbetäubendem Lärm kamen die Einsatzwagen zum vermeintlichen Ort des Geschehens gefahren. Die Zuschauer verfolgten gebannt die Rettungsmaßnahmen.

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