Instandhaltung zu teuer – Bürgermeister sieht aber auch weniger Bedarf Stadt will Spielplätze schließen

Spenge (WB). Die Stadt Spenge muss sparen. Deshalb sollen jetzt sechs von 22 Spiel- und Bolzplätzen aufgegeben werden. 

Von Gerhard Hülsegge
Auch der Spielplatz An der Allee im Katzenholz steht auf der Streichliste der Verwaltung. Er wird angeblich zu wenig genutzt. Eltern haben ihren Unmut über die Absichten der Kommune bereits in Internet-Foren kundgetan, wollen sich wehren.
Auch der Spielplatz An der Allee im Katzenholz steht auf der Streichliste der Verwaltung. Er wird angeblich zu wenig genutzt. Eltern haben ihren Unmut über die Absichten der Kommune bereits in Internet-Foren kundgetan, wollen sich wehren. Foto: Gerhard Hülsegge

»Wir müssen uns als Kommune bei den Aufwendungen zurücknehmen und der demografischen Entwicklung Rechnung tragen, wonach es auch in Spenge immer weniger Kinder gibt. Und bei den Speilplätzen müssen wir uns fragen: Ist der Aufwand noch gerechtfertigt?«, meinte Bürgermeister Bernd Dumcke gestern im Gespräch mit dem WESTFALEN-BLATT.

Aufgegeben werden sollen die Kinderspielplätze An der Allee im Katzenholz, an der Blumenstraße, der Kirchstraße, der Odenwälder Straße und der Stoppelbrede sowie der Bolzplatz an der Blumenstraße. »Die Spielplätze am Krusenplatz, an der Schulstraße und an der Weidenstraße sind als Grün- und Spielfläche zum Aufenthalt ohne Spielgeräte zu erhalten und zu pflegen«, heißt es in dem Beschlussvorschlag für die Mitglieder des Umwelt- und Stadtentwicklungsausschusses des Rates, die am Dienstag, 1. September, ab 18 Uhr im Rathaus tagen. 

Streichliste angefertigt

Umweltmanagerin Doris Bartelheimer hat die Streichliste auf Geheiß des Bürgermeisters angefertigt. Im Internet haben sich Eltern bereits kritisch zum Vorhaben der Verwaltung geäußert. Laut Verwaltung gibt es gute Gründe, das Spielplatz-Angebot zu reduzieren, um den Haushalt zu konsolidieren.

Nicht alle Spielplätze seien gut besucht. Ganztagsbetreuungsangebote in Schulen und Kindergärten sowie die demografische Entwicklung werden als Ursache genannt. Auf fast allen öffentlichen Spielplätzen befinden sich Geräte zum Schaukeln, Rutschen, Klettern oder Turnen – allerdings aus den Jahren 2000 bis 2005.

Hoher Investitionsbedarf

Laut Bartelheimer ist davon auszugehen, dass bei den sicherheitstechnischen Beurteilungen (durch den TÜV) in den nächsten Jahren mit einem Investitionsbedarf für den Ersatz von abgängigen Spielgeräten zu rechnen ist, »der die jährlich zur Verfügung stehenden Investitionsmittel im Haushalt der Stadt Spenge übersteigt«. Verschleiß hat unter anderem schon dazu geführt, dass auch auf dem Spielplatz neben dem Pausenhof der Grundschule Spenge/Hücker-Aschen Turm und Rutsche entfernt wurden.

Kommentare

Spielplätze

Tja...................
Können dann ja jetzt Wohncontainer aufgestellt werden.

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